Mehr Geld von der Nationalstiftung

16. Dezember 2009, 14:23
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Höhere Zuwendung der Österreichischen Nationalbank als Ursache

Wien - Die Nationalstiftung für Forschung, Technologie und Entwicklung wird 2010 deutlich mehr Geld für Forschungseinrichtungen zur Verfügung stellen als im zu Ende gehenden Jahr. Nach 36,58 Millionen Euro in 2009 kommen nächstes Jahr 62 Millionen aus der Nationalstiftung, teilte diese am Mittwoch in einer Aussendung mit. Grund für den unerwarteten Geldsegen ist eine im Vergleich zu 2009 deutlich höhere Zuwendung der Österreichischen Nationalbank (ONB).

Die Quoten

Von den 62 Millionen Euro gehen 17,9 Millionen an die Forschungsförderungsgesellschaft FFG (2009: 14), 14 an den Wissenschaftsfonds FWF (10), 8,8 an die Österreichische Akademie der Wissenschaften (5), 3,5 an die Ludwig Boltzmann Gesellschaft (3) und 2,5 an die Christian Doppler Forschungsgesellschaft (4,58). Erstmals fließt Geld aus der Forschungsstiftung auch in die austria wirtschaftsservice gmbh (aws), und zwar 15,3 Millionen für die "aws Venture Capital Initiative".

Die Stiftung war 2003 als Teil eines Wachstums- und Standortpakets gegründet worden, um insbesondere "langfristig verwertbare interdisziplinäre Forschungsmaßnahmen" zu fördern. Dafür sollten nach dem Willen der damaligen Regierung jährlich 125 Millionen Euro ausgeschüttet werden, wobei 75 Millionen von der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) und 50 Millionen Euro aus dem ERP-Fonds kommen sollten. Diese Summen wurden in den ersten Jahren auch tatsächlich erreicht, doch seit 2007 hat die Zinsentwicklung diesen Vorgaben einen Strich durch die Rechnung gemacht. 2009 wurde mit knapp 37 Millionen Euro der Tiefststand der Zuwendungen erreicht.

Die Quellen

Dass heuer wieder mehr Geld ausgeschüttet wird, ist vor allem auf höhere Zuwendungen der ONB zurückzuführen. Von dieser kamen 2009 nur 20 Millionen Euro, 2010 werden es 50 sein. Die Beiträge des ERP-Fonds bleiben mit 10 Millionen gleich, der Rest kommt aus Zinserträgen der Stiftung.

Mit der erstmals unterstützten "aws Venture Capital Initiative" soll Risikokapital für junge forschungs- und technologieorientierte Unternehmen mobilisiert werden. Die aws will sich dafür in einem Pilotprojekt im Umfang von 15,3 Millionen. Euro an ausgewählten Venture-Capital-Fonds beteiligen bzw. bei Neugründungen unterstützen und damit mehr Risikokapital vorwiegend für die Frühphasenfinanzierung in Österreich zur Verfügung stellen. (APA)

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