Dornhai darf nicht mehr gefangen werden

16. Dezember 2009, 13:55
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EU einigt sich nach zähem Ringen auf Fangquoten bei Schlüssel-Spezies

Brüssel - Der Dornhai (Squalus acanthias), der auf der Roten Liste gefährdeter Arten steht, darf nicht mehr gefangen werden. Das ist eines der wichtigsten Ergebnisse der EU-Verhandlungen über die Fischfangquoten im kommenden Jahr. Beim Kabeljau verzichtete die EU-Kommission für die Keltische See auf die geplante Senkung um 25 Prozent und behält die Fangquote vom vergangenen Jahr bei. Die Fangquote für Seezunge im östlichen Ärmelkanal wurde um 20 Prozent gesenkt.

Der Einigung auf die Fangmengen waren zweitägige, durchaus schwierige Verhandlungen vorausgegangen. Erschwert wurden sie dadurch, dass die Verhandlungen der EU mit dem Nicht-EU-Land Norwegen über den gegenseitigen Zugang zu ihren Gewässern vergangene Woche gescheitert waren. Die Gespräche werden erst Mitte Jänner wieder aufgenommen. In einem Kompromiss für die europäischen Fischer legte die Kommission für Fischarten, die beide Seiten interessieren, bis zu einer endgültigen Einigung eine provisorische Fangquote von 65 Prozent fest.

Für kommerzielle Ostsee-Fischer waren die Fangquoten für 2010 schon im Oktober festgelegt worden. Demnach darf vor der deutschen Ostseeküste gut acht Prozent mehr Kabeljau gefangen werden - beziehungsweise Dorsch, wie die Spezies in dieser Region genannt wird. Die Hering-Fangquote in der westlichen Ostsee wurde um 16,5 Prozent gekürzt. Die EU-Kommission hatte zur Bestandserhaltung sogar eine Kürzung um 21 Prozent vorgeschlagen.  (APA/red)

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