Insider-Verfahren gegen Vorstand Kofler eingestellt

16. Dezember 2009, 17:29
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Staatsanwaltschaft: Kein hinreichender Tatverdacht

Wien / New York - Die Staatsanwaltschaft Wien hat ein Verfahren gegen Meinl-Bank-Vorstand Robert Kofler wegen des Vorwurfes des Insiderhandels eingestellt. Es gebe keinen hinreichenden Tatverdacht, so ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Finanzmarktaufsicht (FMA) hatte Kofler im März 2008 angezeigt. Die Meinl Bank sieht in der Verfahrenseinstellung einen weiteren Beleg dafür, "dass sich letztlich sämtliche von FMA und Staatsanwaltschaft gegen die Bank und deren Organe erhobenen Vorwürfe in Luft auflösen" , heißt es in einer Aussendung.

Wer als Insider eine Information mit dem Vorsatz ausnützt, sich oder einem Dritten einen Vermögensvorteil zu verschaffen, dem drohen laut Gesetz Strafen von bis zu fünf Jahren Gefängnis.

Hedgefonds-Manager angeklagt

In der Insideraffäre an der Wall Street hingegen wurden der Hedgefonds-Manager Raj Rajaratnam und eine mutmaßliche Komplizin am Dienstag angeklagt. Rajaratnam könnte laut US-Medien zu einer Strafe von bis zu 145 Jahren Gefängnis verurteilt werden, die Hedgefonds-Beraterin Danielle Chiesi sogar zu 155 Jahren. Bei der Anklage in dem bisher spektakulärsten Skandal der Hedgefonds-Branche geht es um illegale Gewinne von 20,8 Mio. Dollar (14,3 Mio. Euro). Sie sollen mithilfe von Insider- Informationen aus den Unternehmen erzielt worden sein. (APA, bpf, DER STANDARD; Print-Ausgabe, 17.12.2009)

 

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