Rücktritt

Millionen-Abfindung für Ex-BayernLB-Chef

16. Dezember 2009 13:16

Kemmers Vertrag wäre noch bis 2013 gelaufen

München - Nach seinem Sturz über das Debakel in Österreich soll der frühere BayernLB-Chef Michael Kemmer eine Millionen-Abfertigung erhalten. Aus seinem eigentlich bis 2013 laufenden Vertrag stünden Kemmer rund 1,5 Mio. Euro zu, berichtete die "Abendzeitung" (Mittwoch-Ausgabe). Die Bank wollte sich zu dem Bericht nicht äußern. Vertragsangelegenheiten seien Sache des Verwaltungsrats. Die marode österreichische BayernLB-Tochter Hypo Group Alpe Adria (HGAA), die nach heftigem Tauziehen vom österreichischen Steuerzahler verstaatlicht wird, gerät inzwischen zunehmend ins Visier der Ermittler.    Die HGAA kämpft mit hohen Kreditrisiken in Ost- und Südosteuropa. Praktisch in letzter Minute hatten sich die Eigentümer - darunter neben der BayernLB auch das Land Kärnten und die Grazer Wechselseitige Versicherung - mit Österreich auf die Verstaatlichung geeinigt. Sie erhalten jeweils einen symbolischen Euro und verhindern damit einen Zusammenbruch der stark am Balkan engagierten Bank.

Die bayerischen Steuerzahler hat das Desaster mindestens 3,7 Mrd. Euro gekostet. Auch die CSU-Staatsregierung geriet deshalb in den vergangenen Tagen unter Beschuss.

Der HGAA steht eine Untersuchung vor allem ihrer Immobilien- und Leasinggeschäfte in Südeuropa sowie der Umstände rund um den Verkauf an die BayernLB bevor. Österreichs Regierung beauftragte das Bundeskriminalamt, zu diesem Zweck eine Sonderkommission zu bilden. Die Kommission werde ihre Arbeit voraussichtlich noch vor Weihnachten aufnehmen. Details wurden nicht bekannt, aber es bestehe der Verdacht auf Betrug und Untreue.

Justiz ermittelt

Auch die Staatsanwaltschaft München ermittelt zu den Umständen des Kaufs der österreichischen Bank durch die BayernLB. Mitte Oktober hatte die Behörde Geschäftsräume der zweitgrößten deutschen Landesbank und der HGAA durchsucht. Die Staatsanwaltschaft geht dem Verdacht nach, dass die BayernLB beim Erwerb der Tochter im Frühjahr 2007 bewusst einen zu hohen Kaufpreis bezahlte.

An diesem Donnerstag berät der Haushaltsausschuss des bayerischen Landtags über das Thema BayernLB. Dabei soll Bayerns Justizministerin Beate Merk (CSU) über die Untersuchungen der Münchner Staatsanwaltschaft berichten. SPD und Grüne wollen wissen, warum die Staatsanwaltschaft bisher keine Ermittlungsverfahren zum verlustreichen Handel mit strukturierten Wertpapieren eingeleitet hat, obwohl schon vor eineinhalb Jahren erste Strafanzeigen eingingen. Außerdem muss der Ausschuss der Trennung der BayernLB von der HGAA zustimmen.

Trotz der Milliardenbelastungen für die BayernLB rechtfertigte der bayerische Städtetagschef Hans Schaidinger (CSU) den Kauf der früheren Kärntner Landesbank. "Jeder, der eine Entscheidung trifft, der lebt mit dem Risiko, dass auch mal eine Entscheidung falsch sein kann", sagte Schaidinger, der im Landesbank-Verwaltungsrat sitzt, dem Bayerischen Rundfunk. Dies wisse man aber erst hinterher. (APA)

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20 Postings
Franz Weinpolter aka Franz Ehm
16.12.2009 16:43
eigentlich bin ich froh, dass auch...

...die bayern ermitteln. so besteht die chance, dass krumme geschäfte aufgedeckt werden und hierzulande ebenfalls mit nachdruck ermittelt werden muss.

gleichzeitig ist die chance geringer, dass urteile wie "(...) hat die strafrechtliche tragweite seiner handlungen nicht einschätzen können (...)" ausgesprochen werden.

na mal sehen.

Emerenz Meier
16.12.2009 18:06
... wenn die Bayern ermitteln?

da kommt nichts raus, hier in Bayern haben wir auch eine B......republik, es sind zuviele namhafte CSU Politiker verstrickt!

Folgender Link:
http://www.steuerzahler-bayern.de/
unter BayernLB - Der Skandal setzt sich fort

Flann O'Brien
16.12.2009 16:01
Man muss das verstehen!

Nur mit solchen Verträgen kriegt man die Besten!

starship
 
16.12.2009 15:45
so macht "zurücktreten" und "verantwortung übernehmen" spaß...

in ein paar monaten gibt´s dann wieder einen fett dotierten neuen beratervertrag. und wenn´s daneben geht im zukünftigen job: siehe oben...

eineinhalb drittel von 100
16.12.2009 15:35
wielange will man das volk noch provozieren?

es 'riecht' nach harten zeiten ... revolution?

hugo stronach
16.12.2009 15:07
Armut

Nicht einmal Geld fürs Notwendigste
Mehr als eine Millionen Menschen, das entspricht 12,4 Prozent der Bevölkerung, waren im Vorjahr armutsgefährdet. Fast die Hälfte davon ist manifest arm und kann sich damit grundlegende Dinge wie Heizung und medizinische Behandlung nicht leisten. Genau diese Gruppe ist stark gewachsen - es sind um fast 100.000 Menschen mehr als im Jahr davor.
ORF_WEB

aereo
16.12.2009 14:58

In D gibts ein Nord-Süd-Gefälle. Im puritanischen Norden ginge das nicht durch. Bayern ist halt auch noch feudalistisch, als Übergang zu Österreich.

Millionendieb Vranz
16.12.2009 14:58
Für ne dMillion berat ich Euch zum Thema Millionenabfindungen (schmunzl)

hab eh schon lange keine Million mehr bekommen. Habe ein paar Telefonate mit (Golf-) Experten geführt. Nehmts das geld halt von den Sparbüchern kleiner roter Schnorrer, was fangen die damit schon an? A Golfset kaufen? Um 7.000 Euro? ua ha ha ha ha haaaaah ha ha

Euer Bundes-Vrantz

Homer Simpson II.
 
16.12.2009 13:58
Abfindung bei eig. Rücktritt?! Ich glaub mein Schw.... pfeift.

Der soll bei allen Spielen von 1860 mitm Bayern-Dress in der Fan-Kurve Bier verkaufen müssen!

Bergdolm
16.12.2009 13:54
Ein Wunder

Ein Wunder, dass "bei uns" noch alles so friedlich abgeht. Fragt sich nur, wie lange.
Entweder ist das Volk zu blöd, zu feig, oder es geht der Masse noch immer zu gut.
An Provokationen scheint es ja nicht zu mangeln.

hugo stronach
16.12.2009 14:14
Das kommt auf uns zu!

Im Kanzleramt existiert seit 2009 eine Geheimliste. Man nennt sie intern den „Atlas der Wut“. Darin sind die Regionen aufgeführt, in denen die Bundesregierung Bürgerkriegs-Zustände erwartet. Mitten in Deutschland.
Die Liste wächst. Ein Sicherheitsmitarbeiter, der den "Atlas der Wut" bei deutschen Sicherheits- Behörden einsehen durfte, sprach anschließend von aktuell 165 Regionen, die dort aufgeführt sind. Genannt werden zum Beispiel Teile von München, Berlin, Nürnberg, Passau, Stuttgart, Frankfurt, Heidelberg, Köln, Leipzig. Auch Bad Godesberg, Freilassing, Friedrichshafen und Ratingen. Erstmals warnten sogar Politiker und Wirtschaftslenker vor dem Volkszorn. SPD-Präsidentschafts-Kandidatin Gesine Schwan, DGB-Chef Michael Sommer, Deutsch

Brücke
16.12.2009 16:23

Der Bundeswehreinsatz im Inland .

Regionale Übungen in Deutschland : -
Polizei + Feuerwehr + Militär ...
finden schon statt --
Einsatzannahme :
Grünbewegter Zettelverteiler und parallel Vereitelung eines Te**oranschlages ...

Heiligendamm war nur ein Vorspiel ..

Bergdolm
16.12.2009 14:44
Wieso habt ihr es dazu kommen lassen, wieso ist das geschehen

habe ich vor sehr vielen Jahren die Altvorderen wegen der Hitlerei gefragt und wie es dazu kam.
"Es waren halt die Umstände ...", "Leute hatten keine Arbeit ... ", "Feindbilder waren halt die reichen Juden ..."

Unsere Kinder werden uns Ähnliches fragen.
Überlegt euch bereits Erklärungen.
"Lösungen" erwarte ich keine, auf jedenfall nicht für Ö, weil die SPÖ und die Gewerkschaft de facto tot sind.
Genossen, zückt die roten Stricherln!

Bekka
 
16.12.2009 13:45
jetzt noch kräftige erfolgsprämien

für die österreichischen hypo-manager und - nicht vergessen - für die bzö-politiker als anerkennung für den heldenhaften und erfolgreichen abwehrkampf gegen wien - dann passts schon.

Black Widdow
16.12.2009 14:48
Nau ich gehe jede Wette ein

dass auch bei uns die Verursacher dieser Causa ein paar Milliönchen Bonuszahlungen und Erfolgsprämien erhalten. Wer hält mit?

Die Ente Lippens
16.12.2009 13:39
Supergeschaeft. Bereits in vierjaehrigem bezahlten Urlaub. Unglaublich wie verantwortungslos Organe einer Aktiengesellschaft wahnwitzige Geldsummen einander hinterherwerfen.

Dalien
 
16.12.2009 13:29
Baum!

und noch ein Baum wird benötigt!

Markus27
16.12.2009 13:44

Baum? Wurde nicht bereits das öffentliche "Domen" vorgeschlagen?

LeMik
16.12.2009 13:23

na, da freut sich der steuerzahler aber! wobei man als gelernter österreicher ja schon ziemlich erstaunt ist, dass es in der bayern lb überhaupt nen rücktritt gegeben hat.. bei uns undenkbar!

Markus1975
16.12.2009 13:22
und wieder ein Zeichen der Solidarität

von unfähigen Politikern, die mal wieder die Verantwortung auf den Verwaltungsrat schieben, in dem sie selber sitzen bzw. beeinflussen, aber leider nix dafür können, mit unfähigen Bank Managern. Dem Freund steht gar nix zu, außer vielleicht Haft. Wie will denn die Politik dem Steuerzahler diese Abfindung wieder erklären ? Auch wenn das Bestanteil seines Vetrages ist und somit sein Recht, dann sollte man schauen, wie er die vertraglich festgelegten Pflichten erfüllt hat (wenn man denn welche definiert hat !?!). Und daraus folgt wieder, dass es in Summe ein Fass ohne Boden für den Steuerzahler bleiben wird

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