Genauer betrachtet: Fersensporn

Schmerzhafter Dorn in der Ferse

17. Dezember 2009, 14:12
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    foto: reuters/toby melville

    Zeigt her eure Füße: Viele Menschen haben einen Fersensporn, ohne es zu merken.

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    grafik: derstandard.at

    Der plantare Fersensporn unten kommt in der Bevökerung häufig vor, der obere Fersensporn selten.

Ein Fersensporn kann so schmerzhaft wie ein eingetretener Nagel sein - Überbeanspruchung oder falsche Belastung als häufige Ursache

Jeder Zehnte hat ihn, viele wissen nicht, was "es" genau ist: der Fersensporn. Beim Auftreten verursacht er einen stechenden Schmerz, in fortgeschrittenem Stadium schmerzt die Ferse auch, ohne den Fuß zu belasten. Der Fersensporn ist ein knöcherner Auswuchs an der Ferse, der leicht zu einer Entzündung des umliegenden Gewebes führt, die folglich Schmerzen verursacht. Der Sporn ist meist nur wenige Millimeter lang und tritt am häufigsten um das 50. Lebensjahr auf. Der Nachweis eines Fersensporns geschieht in vielen Fällen zufällig, ohne klinische Symptome und Beschwerden und ist daher häufig nicht therapiebedürftig.

Knöcherner, dornartiger Sporn

Unter einem Fersensporn versteht man eine Zubildung von Knochensubstanz, der an zwei verschiedenen Stellen des Fußes auftreten kann. Der knöcherne, dornartige Sporn am Ansatz einer überbeanspruchten Sehne und der Sehnenplatte der Fußsohle ist in Röntgenaufnahmen gut erkennbar und im Falle einer körperlichen Beeinträchtigung meist erfolgreich therapierbar.

Der häufigere hintere Sporn unterhalb der Ferse (plantarer Fersensporn) ist eine Verknöcherung an der Unterseite des Fersenbeins und erstreckt sich in Richtung Fußspitze. Der obere Fersensporn (dorsaler Fersensporn) befindet sich am Ansatz der Achillessehne und kommt eher selten vor.

Wie der Sporn entsteht

Die Ferse muss bei jedem Schritt das gesamte Körpergewicht tragen. Durch eine Überbeanspruchung oder falsche Belastung entstehen Risse in der Sehne, die eine Entzündung und somit Schmerzen verursachen. Der Körper lagert wie bei einem Knochenbruch Kalk ab, um die Risse in der Sehne zu reparieren. Dadurch entsteht ein knöchriger Auswuchs an der Ferse - der Fersensporn.

Schlechtes Schuhwerk, sowie eine andauernde Fehl- und Überbelastung durch Übergewicht oder langes Stehen sind die häufigsten Ursachen. Personen mit einer unkorrigierten Fehlstellung des Fußes - beispielsweise Knick-, Platt- oder Hohlfuß - gehören ebenfalls zur Risikogruppe. Mit dem Alter nimmt die Erkrankungshäufigkeit zu, da es sich um eine Abnutzungserscheinung handelt.

Auch Sportler betroffen

Viele "Besitzer" eines solchen Sporns haben von dessen Existenz keine Ahnung, da die knöchrige Ausziehung nicht zwanghaft Schmerzen auslösen muss. Rund jeder zehnte Österreicher ist davon betroffen, Frauen etwas häufiger als Männer. Der verbreitete Glaube, nur Übergewichtige oder Menschen mit Fußfehlstellungen würden an dieser "Fußabnormität" leiden, ist ein Irrglaube. Denn gerade Profi- und Gelegenheitssportler bleiben oft nicht verschont. Zu intensives Training in den falschen Schuhen oder auch der Verzicht aufs Aufwärmen kann schwerwiegende Folgen auf die Fußgesundheit haben. So war etwa für Martina Hingis, ehemalige Profi-Tennisspielerin aus der Schweiz, ein Fersensporn Grund für ihren ersten Rücktritt. Er entstand laut Hingis' Arzt als Folge des falschen Schuhwerks, dass sie in den frühen Jahren ihrer Sportkarriere trug.

Dorn ohne Schmerzen, Schmerzen ohne Dorn

Viele Menschen, die einen Fersensporn haben, merken ihn nicht oder erst Jahre nach der Entstehung. Umgekehrt können die klinischen Symptome der knöchernen Spornbildung auch vorausgehen, im konventionellen Röntgenbild ist er dann noch nicht sichtbar. Je nach Stadium und Ausprägung kann der Schmerz erst nach längerer Belastung auftreten - dann oft stechend, oder permanent vorliegen - meist als dumpfer Schmerz. Für die Krankheit typisch ist auch der so genannte Anlaufschmerz, der morgens nach dem Aufstehen während der ersten Schritte auftritt. Für manche Patienten fühlt sich der Schmerz beim Aufstehen gelegentlich an, als hätten sie sich einen Nagel eingetreten. Im weiteren Tagesablauf bessert sich der Zustand wieder.

Symptomlinderung durch konservative Therapie

Die Diagnose des Fersensporns stützt sich auf die Beschwerdesymptomatik, den Untersuchungsbefund und auf Röntgenaufnahmen. Die knöchernen Fersensporne sind druckempfindlich, die typischen Beschwerden und ein Druckschmerz beim Abtasten sind daher ein starkes Indiz. Eine Röntgenaufnahme bestätigt die Verdachtsdiagnose eindeutig, wenn Kalkeinlagerungen und die dornartige, knöcherne Ausstülpung zu sehen sind.

Die Therapie des oberen und unteren Fersensporns unterscheidet sich nicht. Ziel ist die Beseitigung der den Sporn umgebenden Gewebsentzündung. Dies kann durch Maßnahmen geschehen, die zu einer Reduzierung der Druck- und Zugbelastung am Fersensporn beitragen: Mittels speziellen Schuheinlagen und dem richtigen Schuhwerk zur lokalen Druckentlastung, der Korrektur falscher Bewegungsmuster, einer Gewichtsreduktion, sowie einer Reduzierung von extremen körperlichen Belastungen kann bereits oft eine deutliche Verbesserung des Zustandes erreicht werden. Moderat ausgeführte Sportarten sind auf jeden Fall besser für die Füße als genereller Stillstand. Besonders übergewichte Menschen sollten auf Aktivitäten wie Nordic Walking oder Wandern zurückgreifen und zu Beginn auf belastenden Sportarten wie Ausdauerläufe verzichten.

Bei anhaltenden Beschwerden sind physiotherapeutische Maßnahmen, Stosswellentherapie, Kälte- und Wärmeanwendungen sowie Ultraschallbehandlungen weitere Therapieoptionen. Ein operativer Eingriff ist meist nicht notwendig und auch nicht immer erfolgreich, da sich der Sporn nachbilden kann. Bei der großen Mehrzahl der Betroffenen klingen die Beschwerden aber ganz ohne spezifische Therapie wieder ab. (urs, derStandard.at, 17.12.2009)

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24 Postings
Psycho87
00
11.2.2010, 13:05

Ein Fernsehporno kann so schmerzhaft wie ein eingetretener Nagel sein

Frau Techne
00
Wichtigste Gegenmaßnahme, als Therapie und auch vorbeugend: Dehnungsübungen!!!

Regelmäßige Dehnungsübungen der hinteren Beinmuskulatur helfen sehr (auch mir).

Sind diese Muskeln zu kurz, stehen die Sehnen (Sehnenplatte) an der Fußsohle unter Spannung und zu starker mechanischer Belastung, das führt zur Entzündung, in deren Folge sich der Sporn erst bildet.

Gute Orthopäden wissen das auch und verschreiben entsprechende Dehnungsübungen.

dajonny
00
31.12.2009, 11:12

hatte selbst schon das Vergnügen, konnte fast nicht mehr gehen, weil die Achillessehne beleidigt und chronisch entzunden war, meine Rettung waren - kein Scherz - Blutegel! ein paar Wochen an die Stelle aufgelegt und die Entzündung war weg, das war vor mitllerweile 4 Jahren und ist auch nicht mehr wiedergekommen!

med. Blutegel bekommt man übrigens in der Apotheke, die werden extra für solche Zwecke gezüchtet!

Dragon12
00
23.12.2009, 10:14
Therapien?

Ich habe einen dorsalen Fersensporn, der auf mal von 3!! Ärzten nicht erkannt wurde und die normalen Therapien helfen genau NULL!!

Der Orthopäde meinte, der Fersensporn kam durch meinen hohen Rist, das führe dort zu starken Überbelastung.

Am besten geht es noch mit ein paar guten Einlagen.

EdwardNorton
00
22.1.2010, 16:48
stoßwelle

und/oder homöpathie...

mein dorsaler sporn wurde von 4 ärzten, einigen cortisonspritzen und 10 Einheiten physikalischer Therapie nicht erkannt bis ich dann bei einem privaten sportarzt war. geholfen hat langfristig auch nix bis ich mich dann ein wochenende nach speising zur stoßwellentherapie gelegt hab (therapie dauert 20 min, aber damit's die kassa zahlt muss man stationär aufgenommen sein). danach 2 monate sportpause mit im netz recherchierten homöpathischen Tabletten (aus purer verzweiflung) - danach war's für lange zeit wieder gut!

in letzter zeit beim hallenfußball wieder kleinere probleme aufgetreten - aber mit konsequentem dehnen und stärken der wadenmuskulatur bekommt man's in den griff! vA exzentrisches Wadenheben kommt gut!

Steffen Reschke
00
26.9.2011, 07:59
dorsaler Fersensporn

Kämpfe ebenfalls schon einige Jahre mit Schmerzen im Fersenbereich am Achillessehnenansatz. Sind bei Ihnen die Schmerzen nach nun 1 1/2 Jahren wieder schlimmer ? Was für homöopathische Tabletten haben Sie gefunden? Eine Cortisonspritze hatte bei damals für fast vier (!) Monate geholfen....aber dann kamen die Schmerzen wieder :-( Manchmal ist der linke Fuß schlimmer dran, manchmal der rechte.

skipper2002
00
20.12.2009, 21:58
und alle im bild haben hammerzehen.

Otsch1
 
10
18.12.2009, 18:22
Warum

werden Bilder von Zehen gezeigt, obwohl über den Fersensporn berichtet wird?

triebstrü
 
03
20.12.2009, 10:37
Weil

es im Archiv nur das Zehenbild gibt.

Emil Castor
22
18.12.2009, 09:52
Imnmer wieder

diese widerlichen Schweißfüße bei allen Artikeln wo sie nichts verloren haben. Entfern en Sie die Fetischisten aus Ihrer Redaktion.

GulGarak
00
23.12.2009, 09:39

Lassen Sie mal Ihr pedielles Problem therapieren. Füße von Menschen, die sie waschen haben weniger Erreger an sich als zB. eine Hand nachdem Sie einige Türklinken oder auch nur eine Computertastatur angegriffen haben.

Stee
22
18.12.2009, 09:28
"...als Folge des falschen Schuhwerks, dass sie in den frühen Jahren ihrer Sportkarriere trug"

Diese Grauslichkeiten sind im Standard nicht und nicht auszurotten.

yourworstnightmare
00
21.12.2009, 20:50

Was ist hier eigentlich das Problem? Ist doch gut, wenn der Laie vom Promi daran erinnert wird, gute Schuhe zu tragen... Seien Sie und Castor doch dankbar für gesundheitsdienliche Artikel. Lernen Sie um bevor sie partnerinnenlos und uninformiert alt werden.

Frohsinns dicke Katze
 
01
31.12.2009, 19:32

ich glaub, es ging um dass/das bzw. deren falsche verwendung in einer tageszeitung.

Oz 1980
41
18.12.2009, 01:11
Die Bilder zeigen wiedermal...

...dass Füße generell mit Abstand das häßlichste Körperteil des Menschen sind.

triebstrü
 
00
20.12.2009, 10:43
Perspektive

Man kann jeden Körperteil von einer unvorteilhaften Perspektive sehen. Ein stehender Fuß von oben kann etwas sehr schönes sein.

Maria Gugging
00
18.12.2009, 07:49

Na dann schauen Sie sich mal die Bilder zum nebenstehenden Artikel "Das Schnapserl danach" an ... igitt ... ;_)

dominus marius
00
18.12.2009, 07:15
hui

... dann haben sie aber allem Anschein nach manche Gesichter noch nicht gesehen!! *gg*

Ich hab schon häßlichere Füße als die hier abgelichteten gesehen.

werwolfi
00
18.12.2009, 03:26

also ich kenne ein paar paar ;o) ausnehmend hübscher füße.
aber stimmt, häufig ist es nicht...

Emilix
121
17.12.2009, 19:12
Eine sehr beschränkte Sichtweise des Fersensporns!

Da gibt es Zusammenhänge im Körper, von denen die Schulmeditin gar nichts wissen will.
Fragen sie Osteopathen, Craniso-Sakral-Therapeuten, Akupunkteuere, Masseure, Shiatsupraktiker etc.....

Bonebruiser
03
18.12.2009, 17:05
Beati pauperes spiritu

so gesehen musst du viel Freude im Leben haben. Also red nicht über Schul- und Alternativmedizin, wennst keinen Tau hast

Hoinz
 
01
18.12.2009, 08:49
Akupunkteuer ist gut...

Kokoskalif
011
18.12.2009, 01:41

Sigmund Freud hat das ähnlich gesehen. Der Fersensporn ist ein symbolischer Lösungsversuch unterdrückter Sexualität - da wächst dem Menschen dann ein (harmloser) Ersatzphallus! ;-)

MeineZungeInGottesOhr
 
00
18.12.2009, 10:52

Harmlos schon - aber schmerzhaft *aua*aua*aua*

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