Bene-Ergebnis rutscht ins Minus

16. Dezember 2009, 13:28
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Nach drei Quartalen drehte das Betriebsergebnis des Büromöbelherstellers in den roten Bereich, der Umsatz sank um fast 30 Prozent

Wien - Der börsenotierte niederösterreichische Büromöbelhersteller Bene hat per Ende Oktober drei Quartale hinter sich gelassen und sowohl beim Ertrag als auch beim Umsatz satte Einbußen hinnehmen müssen. Das bisherige Geschäftsjahr 2009/2010 war vom schwierigen Umfeld in allen Absatzmärkten geprägt - die Märkte seien rund um den Globus hoch zweistellig eingebrochen, sagte Bene-Vorstandsvorsitzender Frank Wiegmann am Mittwoch bei der Präsentation der Bilanzzahlen. Besonders hoch war der Rückgang in Österreich und CEE.

Eine konkrete Prognose gab der Bene-Chef nicht ab, er rechnet aber damit, dass auch das gesamte Jahr 2010 "schwierig" werden wird. Der prekären Lage zum trotz will Wiegmann das Unternehmen zum größten Player im europäischen Drehstuhlgeschäft führen und in diesem Segment das "schnellstwachsende und ertragsstärkste" Unternehmen werden, gab er heute das Ziel für die nächsten Jahre vor.

Bene ist im Herbst 2008 ins Drehstuhlgeschäft eingestiegen und hat nun von einer zweiten Linie, die erst im September eingeführt wurde, 1.200 Stühle verkauft und Angebote für 65.000 Stühle vorliegen. "Der Einstieg scheint gelungen zu sein", meinte Wiegmann. 2010 wird Bene außerdem neue Wandsysteme auf den Markt bringen. Damit sei man dem Ziel, ein Vollsortiment anbieten zu können, wieder einem Schritt näher.

Von den aktuellen Turbulenzen in Dubai ist der Büromöbelhersteller nur am Rande betroffen, auch wenn das Dubai-Geschäft "komplett tot" ist, wie Wiegmann sagte. Bene betreibt in Dubai ein Büro mit Schauraum und betreut von dort aus das gesamte Middle-East-Geschäft, zu dem das Unternehmen die Vereinigten Arabischen Emirate, Australien, Ägypten, Katar, Kuwait und Bahrain zählt. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 09/10 ist der Umsatz in dieser Region um mehr als 20 Prozent auf 5,8 Mio. Euro eingesackt. Zahlen für einzelne Länder liegen nicht vor. Der Geschäftsausfall in Dubai wurde laut Wiegmann in den anderen Emiraten kompensiert, Forderungsausfälle habe es so gut wie keine gegeben.

 

Der börsenotierte niederösterreichische Büromöbelhersteller Bene hat per Ende Oktober drei Quartale hinter sich gelassen und sowohl beim Ertrag als auch beim Umsatz satte Einbußen hinnehmen müssen. Das bisherige Geschäftsjahr 2009/2010 war vom schwierigen Umfeld in allen Absatzmärkten geprägt - die Märkte seien rund um den Globus hoch zweistellig eingebrochen, sagte Bene-Vorstandsvorsitzender Frank Wiegmann am Mittwoch bei der Präsentation der Bilanzzahlen. Besonders hoch war der Rückgang in Österreich und CEE.

Eine konkrete Prognose gab der Bene-Chef nicht ab, er rechnet aber damit, dass auch das gesamte Jahr 2010 "schwierig" werden wird. Der prekären Lage zum trotz will Wiegmann das Unternehmen zum größten Player im europäischen Drehstuhlgeschäft führen und in diesem Segment das "schnellstwachsende und ertragsstärkste" Unternehmen werden, gab er heute das Ziel für die nächsten Jahre vor.

Bene ist im Herbst 2008 ins Drehstuhlgeschäft eingestiegen und hat nun von einer zweiten Linie, die erst im September eingeführt wurde, 1.200 Stühle verkauft und Angebote für 65.000 Stühle vorliegen. "Der Einstieg scheint gelungen zu sein", meinte Wiegmann. 2010 wird Bene außerdem neue Wandsysteme auf den Markt bringen. Damit sei man dem Ziel, ein Vollsortiment anbieten zu können, wieder einem Schritt näher.

Von den aktuellen Turbulenzen in Dubai ist der Büromöbelhersteller nur am Rande betroffen, auch wenn das Dubai-Geschäft "komplett tot" ist, wie Wiegmann sagte. Bene betreibt in Dubai ein Büro mit Schauraum und betreut von dort aus das gesamte Middle-East-Geschäft, zu dem das Unternehmen die Vereinigten Arabischen Emirate, Australien, Ägypten, Katar, Kuwait und Bahrain zählt. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 09/10 ist der Umsatz in dieser Region um mehr als 20 Prozent auf 5,8 Mio. Euro eingesackt. Zahlen für einzelne Länder liegen nicht vor. Der Geschäftsausfall in Dubai wurde laut Wiegmann in den anderen Emiraten kompensiert, Forderungsausfälle habe es so gut wie keine gegeben.

Gebeutelt

Von Februar bis Oktober 2009 hat das schwierige wirtschaftliche Umfeld die Bene-Gruppe stark hergebeutelt: Der Umsatz ist um knapp 30 Prozent auf 135 Mio. Euro eingebrochen, das operative Ergebnis (EBIT) verschlechterte sich von +10,8 Mio. Euro im Vorjahr auf -8,8 Mio. Euro. Der operative Cash-Flow drehte ebenfalls ins Minus und betrug nach drei Quartalen -1,21 Mio. Euro nach +12,81 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Eigenkapitalquote lag am Ende des zweiten Quartals bei 32,6 Prozent.

Nach einzelnen Märkten gab es den größten Umsatzeinbruch in Österreich und in den "sonstigen Märkten", worunter der CEE-Raum sowie unter anderem die Schweiz, Frankreich und Irland zählen. Hierzulande sank der Umsatz trotz einiger Großprojekte für Unternehmen wie Knorr Bremse, die Bundesimmobilien Gesellschaft oder Econ Gas um rund 31 Prozent auf 40 Mio. Euro. In Deutschland erwirtschaftete das Unternehmen in den ersten drei Quartalen 37,9 Mio. Euro, um rund 25 Prozent weniger als im Jahr davor. Das anhaltend schwache Investitionsklima in Großbritannien hat sich den Unternehmensangaben zufolge weiter fortgesetzt und führte zu einem Umsatzeinbruch um 24 Prozent auf 13 Mio. Euro. Auch in Russland setzte Bene mit 20,1 Mio. Euro um 22 Prozent weniger um als noch vor einem Jahr. Der gesamte Raum "sonstige Märkte" sackte um 42 Prozent auf 24 Mio. Euro ein.

Per Ende Oktober 2009 hat die Bene Gruppe 1.295 Mitarbeiter beschäftigt, um 222 Personen weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Seit Anfang August gilt für alle 483 Angestellten in Österreich für ein Jahr lang ein Teilzeitmodell, das eine reduzierte Arbeitsleistung von 30,8 statt 38,5 Wochenstunden vorsieht. Eine Verlängerung ist derzeit nicht geplant, sagte Wiegmann.

Von Februar bis Oktober 2009 hat das schwierige wirtschaftliche Umfeld die Bene-Gruppe stark hergebeutelt: Der Umsatz ist um knapp 30 Prozent auf 135 Mio. Euro eingebrochen, das operative Ergebnis (EBIT) verschlechterte sich von +10,8 Mio. Euro im Vorjahr auf -8,8 Mio. Euro. Der operative Cash-Flow drehte ebenfalls ins Minus und betrug nach drei Quartalen -1,21 Mio. Euro nach +12,81 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Eigenkapitalquote lag am Ende des zweiten Quartals bei 32,6 Prozent.

Nach einzelnen Märkten gab es den größten Umsatzeinbruch in Österreich und in den "sonstigen Märkten", worunter der CEE-Raum sowie unter anderem die Schweiz, Frankreich und Irland zählen. Hierzulande sank der Umsatz trotz einiger Großprojekte für Unternehmen wie Knorr Bremse, die Bundesimmobilien Gesellschaft oder Econ Gas um rund 31 Prozent auf 40 Mio. Euro. In Deutschland erwirtschaftete das Unternehmen in den ersten drei Quartalen 37,9 Mio. Euro, um rund 25 Prozent weniger als im Jahr davor. Das anhaltend schwache Investitionsklima in Großbritannien hat sich den Unternehmensangaben zufolge weiter fortgesetzt und führte zu einem Umsatzeinbruch um 24 Prozent auf 13 Mio. Euro. Auch in Russland setzte Bene mit 20,1 Mio. Euro um 22 Prozent weniger um als noch vor einem Jahr. Der gesamte Raum "sonstige Märkte" sackte um 42 Prozent auf 24 Mio. Euro ein.

Per Ende Oktober 2009 hat die Bene Gruppe 1.295 Mitarbeiter beschäftigt, um 222 Personen weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Seit Anfang August gilt für alle 483 Angestellten in Österreich für ein Jahr lang ein Teilzeitmodell, das eine reduzierte Arbeitsleistung von 30,8 statt 38,5 Wochenstunden vorsieht. Eine Verlängerung ist derzeit nicht geplant, sagte Wiegmann. (APA)

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