Microsoft stahl Code

16. Dezember 2009, 09:44

User-Interface und Code von asiatischer Microblogging-Seite fand sich in MS-Produkt wieder - "Es war ein Drittanbieter"

Microsoft hat Programmcode eines Mitbewerbers kopiert. Der asiatische Microblogging-Dienst Plurk hatte Plagiatsvorwürfe gegen Microsoft erhoben - der WebStandard berichtete - die sich nun bewahrheitet haben.

User-Interface und Code

In einem Blog-Eintrag von Plurk heißt es, dass Microsoft in seiner Microblogging-Applikation Juku User-Interface und Code einfach von Plurk kopiert habe. Laut US-Medienberichten erklärte Microsoft, dass es sich tatsächlich um kopierten Plurk-Code in Juku handle. Laut einer Meldung des US-Konzerns haben weder Microsoft noch sein chinesischer Partner den Code gestohlen, sondern ein Drittanbieter an den Arbeiten an Juku ausgelagert waren. Weiters hieß es, dass der Zugang zur Beta ab sofort komplett gesperrt sei. "Verständlicherweise sind wir sehr enttäuscht, aber wir übernehmen die Verantwortung für diese Situation. Wir entschuldigen uns bei Plurk und wir werden uns an sie wenden mit einer ausführlichen Erklärung und haben Schritte eingeleitet um die Situation aufzulösen." Noch ist nicht bekannt, ob es von Seiten Plurks rechtliche Schritte gegen Microsoft geben wird.(red)

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12 Postings
sentencedx
00
16.12.2009, 13:41
nicht das erste mal

die haben im IE auch mal kopierten code zum flash-rendern eingebaut - das mussten sie entfernen weshalb man dann immer diese schönen rahmen um flashobjekte hatte (mit dem standard-embedd-code)

Markus Bruckner
00
16.12.2009, 16:30

soweit ich weiß, war der grund ein software patent und nicht, dass code gestohlen wurde.

sentencedx
00
17.12.2009, 10:03
stimmt, kann auch sein

>>MOTODROID<<
00
16.12.2009, 13:36
das ist aber nicht das erste mal :-)

yomellamo
00
16.12.2009, 11:13
waers nicht Microsoft, sondern user XYZ

wuerde er schon mit millionen--was sag ich..Milliarden-klagen ueberschuettet werden.

Zaubersalz
10
16.12.2009, 12:06
Blödsinn!

Jammern's nicht so rum! Plurk hätte auch gegen user
xyz nicht das nötige Kapital, um zu klagen! Und lustig, wenn Chinesen beginnen sich darüber zu beklagen, daß ein (Dritt)anbieter (!) Plagiate weiterverkauft :-) Vielleicht sollte man bei Plurk mal nachschauen, ob dort eh alle Software brav lizensiert ist! Rechtlich in Österreich klare Sache: die outgesourcte Firma wird von der geklagten Firma (Microsoft) mit Klagen zugedeckt (zurecht) - eventuell ist das sogar ein tolles Geschäft für Microsoft :-)

aceFruchtsaft
00
16.12.2009, 12:26

Schon mal davon gehört dass man in den USA kein Kapital braucht, um zu klagen? Die Anwälte bekommen dafür einen beträchtlichen Anteil vom erstrittenen Betrag.

Zaubersalz
00
16.12.2009, 14:42
Da einer Klage...

... gegen eine (wie ich das hier lese) nicht komerzielle beta-Version gerade in den USA höchstwahrscheinlich abgewiesen würde werden sich die Anwälte das Geld sehr wohl vom Kläger zurückholen :-) Zum anderen stellt sich die Frage ob Plurks Rechte in den USA oder nur in China verletzt wurden... In letzterem Fall wird eine Klage in den USA schwierig! :-) oder zahlen die chinesen für den Schutz ihrer Werke in den USA?

entity13
02
16.12.2009, 10:13

Ja ja .. immer sind's irgendwelche Drittanbieter, die die Verstösse begehen ... billige Ausrede

thare
00
17.12.2009, 12:41

Nö, das wird schon stimmen. Wenn man billige chinesische Subcontractor hat, dann muss man mit solchen Dingen halt rechnen. Pech gehabt - in Zukunft einfach weniger Outsourcen.

Zaubersalz
00
16.12.2009, 12:07
Haben Sie schon einmal bei Microsoft gearbeitet?

Nein? Na dann kann's doch nur um eine Annahme handeln! :-) 80% der Programmier- und Layoutarbeiten SIND outgesourced! Klar muß Microsoft geradestehen für Plagiatsvergehen - nur holen die sich das logischerweise doppelt und dreifach in einer Klage gegen das Unternehmen zurück!

Philippe
02
16.12.2009, 11:04
glaub ich nicht.

Ich finde die Ausrede auf einen Lieferanten absolut glaubwürdig. Microsoft leistet sich vielleicht so einiges, aber so einen Patzer werden sie mit einer inhouse Entwicklung nicht bauen.

Bevor jetzt die GPL Verletzung des Downloadtools als Gegenargument kommt - dass ein Entwickler Open Source Code einbaut ohne die Lizenz zu verstehen ist natürlich peinlich, aber noch ein gutes Stück davon entfernt, 1:1 javascript code von der Webseite der Konkurrenz zu klauen.

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