Buchinger wird neuer Behindertenanwalt

Saskia Jungnikl, 16. Dezember 2009, 13:59
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    foto: apa

    "Man muss mit Kritik rechnen", so Buchinger nach seiner Bestellung.

Er sieht den Kampf gegen Diskriminierung als oberste Priorität, mit der Kritik rund um seine Bestellung kann er leben

Wien - Erwin Buchinger (SPÖ) ist neuer Behindertenanwalt. Er folgt in dieser Funktion Herbert Haupt nach, der diesen Posten seit 2006 innehat. Buchinger sagte im Gespräch mit derStandard.at, er freue sich über die neue Aufgabe. Oberste Priorität während seiner Amtszeit in den kommenden vier Jahren habe die Unterstützung von behinderten Menschen im Kampf gegen Diskriminierung und die Evaluierung des Behinderteneinstellungsgesetzes. "An zweiter Stelle kommt der Arbeitsmarkt - hier muss man darauf achten, dass behinderte Menschen nicht überproportional unter der Wirtschaftskrise zu leiden haben", so Buchinger. Ein weiteres Anliegen sei ihm der Kampf um eine barrierefreie Gesellschaft.

Die Situation behinderter Menschen in Österreich gab in letzer Zeit immer wieder Grund zur Kritik. Erst kürzlich stellte der Monitoringausschuss, der die Einhaltung der UN-Konvention überwacht, fest, dass behinderte Menschen in Österreich immer noch marginalisiert würden. "Das ist zwar vorrangig eine Aufgabe der Politik, dennoch sehe ich es auch als eine meiner an, das Bewußtsein der Menschen hier ein wenig aufzubrechen", so Buchinger.

"Man muss immer mit Kritik rechnen"

Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) hatte Buchinger nach Empfehlung einer extern besetzen Kommission unter ursprünglich 13 Bewerbern zum Behindertenanwalt ernannt.

Um den im Raum stehenden Vorwurf der Vetternwirtschaft zu entkräften, verwies er darauf, dass er bei der Bestellung ein "sehr konsequentes Verfahren" mit einem "höchst möglichen Ausmaß an Objektivität" angewandt habe. Im Vorfeld hatte es rund um die wahrscheinliche Bestellung Buchingers bereits Kritik gegeben (siehe: "Buchinger als Behindertenanwalt nicht 'authentisch' genug").

"Ich habe das in der Politik gelernt", so Buchinger, "man muss immer mit Kritik rechnen. Aber ich glaube durch meine Erfahrungen in der Politik und dem Arbeitsmarkt bringe ich beste Vorraussetzungen für diese Aufgabe mit."

Kritik der anderen Parteien

Und an Kritik wird es nicht mangeln: Aus der ÖVP beklagten sich bereits unter anderem Martin Bartenstein, Frauenchefin Maria Rauch-Kallat und Generalsekretär Fritz Kaltenegger. Dieser sah ein "seltsames Bild" - Behindertensprecher Huainigg "wäre höchst qualifiziert gewesen".

Der freiheitliche Behindertensprecher Norbert Hofer sprach von "dreisten, parteipolitischen Postenschachereien". Die Grüne Behindertensprecherin Helene Jarmer wies daraufhin, dass in der Endauswahl Buchinger der einzige Kandidat ohne Behinderungen gewesen sei. Diese Funktion diene sicherlich nicht dazu, "sich parteipolitisch zu definieren", warnte der steirische BZÖ-Obmann Gerald Grosz.

Weitere Kritik an der Bestellung kommt von der Behindertenorganisation Bizeps. "Dem Sozialminister ist die Versorgung eines Parteifreundes wichtiger als die Bestellung eines qualifizierten direkt Betroffenen als Behindertenanwalt", sagt Bizeps. (saju, derStandard.at, 16.12.2009)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 149
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angus1
01
16.1.2010, 11:53

was hät der arme ohne job gemacht ? haare selber föhnen ? jetzt kann er wenigsten weiterhin heisse Luft produzieren und wird sogar noch beszahlt - von uns, schön blöd sind wir....

derpradler
00
31.12.2009, 16:15
Am Löschen

der Postings, läßt sich der Geist und das Niveau eines Mediums erkennen.
Wer die Bevölkerung dauernd schockt mit der CO2-Lüge, der Treibhaus-Lüge,der Neutralitäts-Lüge
-der Wirtschaftslüge, muß einen Grund dafür haben diejenigen, die mit diesen Lügen Milliarden machen, zu fördern!?

Südmährer
21
27.12.2009, 15:51
Na hoffentlich nährt diese Position ein

junge Freundin mit....

Hubert Ungeist
 
01
21.12.2009, 10:00
WIe wäre es mit einer Bevorzugung

a la positiven Diskriminierung der Frauen in staatlichen Behörden bzw. staatsnahen Betrieben?

Ah so, da wäre er ja es selbst nicht geworden - na dann.

ira2
 
02
20.12.2009, 21:28

Schon das zweite Mal in Folge bestellt ein Sozialminister seinen Amtsvorgänger zum Behindertenbeauftragten. Auffällig.

Gerhard Schwarz
 
01
19.12.2009, 11:54

Früher hielt ich den Buchinger für einen der wenigen engagierten linken SPÖ-Politiker.
Dann hab ich ihn - während seiner Ministerzeit - bei SPÖ-Veranstaltungen referieren und diskutieren gehört.
Seither nicht mehr.

COXY
31
18.12.2009, 14:03
trotz schiefer optik ...

es kann NICHT sein, dass ein früherer Politiker nur deshalb keinen interessanten Job bekommen kann, weil er schon Minister war.
Er war nachweislich erfolgreich als AMS-Chef, Landesrat und hat auch als Minister vieles voran gebracht. Durch seine aktive Öffentlichkeitsarbeit, die von vielen nicht goutiert wurde, wurde eben mehr darüber gelästert als über die erreichten Ergebnisse. Mit der tatsächlichen Komptetenz für diese Aufgabe hat dieses BLABLA aber nicht zu tun.

springflower
23
18.12.2009, 07:51
Fällt mir auch auf,

dass der Buchinger immer gut mit Posten versorgt ist.
Ich habe früher auch mehr von ihm gehalten, inzwischen halte ich ihn für keinen guten Sozialdemokraten mehr.

leitfaden
00
äh -

ein sozialdemokrat darf nicht "was" werden? sie wollen also alle ftoppositionen ohne streit der övp überlassen? na ja, wem's gefällt...

draufgschissen
02
18.12.2009, 00:05
hoffentlich schreibt er nicht

wieder internet-tagebuch

also dann ...
04
17.12.2009, 12:17
mich amüsiert - immer wieder - wie man die polit-kapazunder ...

mit allen zur verfügung stehenden mitteln versorgen muss.

k e i n nationaler- oder internationaler privatkonzern
(also nicht dem partei-einflussbereich zugeordnet)
bietet diesen lollies...
auch nur eine prokuristen-position an.

ich erinner mich, wie strasser...
von headhunter in den himme gehoben wurde.
und : w a s hat er den erreicht ?
dasselbe gilt für
gusi
schüssel
molterer
usw.
allein k h g... ist eine ausnahme - stimmt !

Walter Bimini
14
17.12.2009, 00:19
hundstorfer hat eine gelegenheit ausgelassen

zu laura rudas hätte das amt noch viel besser gepaßt. erstens wäre sie glaubwürdig, zweitens würde es die verluste bei den kommenden wahlen halbieren und drittens wäre sie eine frau und damit jedem anderen behinderten schon auf grund der quote überlegen.

Der Menschenfreund
11
16.12.2009, 19:58
Auch ein schöner Abstieg!

Und noch immer hackt man auf ihn herum. Es wird wohl niemand im Ernst erwarten, dass er sich mit einem Portiersposten zufrieden geben würde.

Walter Bimini
12
17.12.2009, 00:08
stimmt. man kennt ja schließlich die politmafia in österreich.

ich frag mich
13
16.12.2009, 19:26
das kommt gleich nach...

..."herr frauenminister"

Aurvandill der Erste
03
16.12.2009, 19:18
Egal!

Ist sowieso egal wer was wird.
Die paar paranoiden Foristen hier hätten das in jedem Fall grauslich gefunden und gemeckert. Wenn nicht die Einen, dann eben die Anderen.

adaschauher
02
16.12.2009, 16:57
gaaaaaaaaaaanz saubere ausschreibung...

Wild Tigres
04
16.12.2009, 18:37
Eine wirkliche Überraschung,

der SPÖ Minister bestellt einen Ex-SPÖ Minister :))

Eva Ulrich
00
14.1.2010, 06:43

Ihnen wärs wahrscheinlich lieber, wenn er Schüssel oder Molterer oder Plassnik oder Bartenstein bestellt hätte.
Aber das spielts eben nicht immer.

suboptimal
 
04
16.12.2009, 16:39
Auf seinem Minister-Blog als Sozialminister hat er gezeigt,

dass er sehr ordentlich retardiert ist. Wirklich schlimm. Ob das als Qualifikation genügt?

Eva Ulrich
11
18.12.2009, 06:59

Er hat einen behinderten Sohn. Vielleicht qualifiziert ihn das in Ihren Augen.

Walter Bimini
23
17.12.2009, 00:09
er ist doch ein sitzbrunzer.

dr mike
00
31.3.2010, 19:43

Grünes Stricherl von mir - das erste wahrscheinlich

dr mike
03
16.12.2009, 16:04

Muß auch untergebracht werden

happyhour1
 
01
16.12.2009, 15:35
Und sie lernen nichts dazu ...

... bis sie mit dem nassen Fetzen davongejagt werden. Nur, was kommt dann?

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