BANKEN-ÖIAG

Plaudereien im Altherrenklub

15. Dezember 2009, 18:49

Nach Kommunalkredit und Hypo würde die Republik einen weiteren Großausfall kaum verkraften können

Die Herren, die das ebenso risikoreiche wie kostspielige Kapital der Republik im Bankensektor verwalten, spielen derzeit eine recht eigentümliche Rolle. Vergangene Woche gab Fimbag-Aufsichtsrat Hannes Androsch eine Kostprobe seines Amtsverständnisses und plauderte im Fernsehinterview locker über weiteren Kapitalbedarf der Volksbanken. Kurz darauf wurde (ausgerechnet über die staatliche Wiener Zeitung) ein Brief der "Banken-ÖIAG" an den Finanzminister publik, in dem sich der Vorstand besorgt über die Eigenmittelausstattung der Volksbanken äußert.

Als hätte der Sektor nicht genug Sorgen - die schwierige Lage nach dem Kollaps der Kommunalkredit und hohen Beteiligungs- und Kreditabschreibungen sind ja sattsam bekannt -, muss sich die Gruppe nun auch noch mit ihrem Quasi-Aktionär herumschlagen. In dem dank Kärnten gefährlichen Umfeld für die Austro-Banken sind die Aussagen aus der Fimbag geschäftsschädigend. Eine Bank ins Gerede zu bringen ist die beste Möglichkeit, einen Run der Sparer auszulösen. Das sollten Androsch und die Vorstände des Altherrenklubs, Klaus Liebscher und Adolf Wala, eigentlich am besten wissen. Dass Aufsichtsratspräsident Veit Sorger beim Verkauf der Hypo-Kärnten-Anteile kräftig mitschnitt, poliert das Image der Einrichtung auch nicht wirklich auf.

Nach Kommunalkredit und Hypo würde die Republik einen weiteren Großausfall kaum verkraften können. Österreich arbeitet mit seiner eigenen Einrichtung hart in Richtung Finanzmarkt-Destabilisierung. (Andreas Schnauder, DER STANDARD, Printausgabe, 16.12.2009)

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10 Postings
BBSS
00
17.12.2009, 10:19
Der Salzbaron plant seinen nächsten Streich

Der Industrielle im Stil des Jelzin-Rußlands und Ex-Steuerhinterzieher hat sich hervoragend positioniert, um an Informationen über alle östereichischen Banken heranzukommen, um im Ernstfall einen Startvorteil zu haben.
War ja damals sicher nur Fortuna um bei BetAndWin gerade im richtigen Moment eingestiegen zu sein.
Welche Gegenleistung hat der Herr Baron eigentlich erbracht, die den Zuwachs sein Vermögens auf geschätze 800 Millione Euro rechtfertigen könnten ?
Hat er außer für sich selbst und seine Freund irgend einen Nutzen geschaffen ?

adaschauher
02
16.12.2009, 17:13
die Banken OeIAG ist eine unnoetige Zumutung fuer den steuerzahler:

Sorger ist ruecktrittsreif nachdem er sich bei der HA selbst bedient hat

Androsch findet jede bank ueberfluessig, wo nicht er im aufsichtsrat sitzt

und die pensionsabzocker Wala und Liebscher haben wohl jahrelang bewiesen, dass sie an den noetigen systemaenderungen null interesse haben

+DieMeinung+
10
16.12.2009, 13:40
... einen Run der Sparer auszulösen.

Und WOHIN sollen die Sparer laufen ?

Es sind ja alle Banken Wackelkandidaten.
Oder Geld unter die Matratze. Der nächste rumänische "Dämmerungsbesucher" wird dankbar sein.

kingkade21
02
16.12.2009, 13:16
Frage: Warum über der Veit Sorger ...

... die Funktion des Aufsichtsratpräsidents noch immer aus? Er selbst hat zugegeben, dass er am Verkauf der Hypo mitgeschnitten hat. Also wenn das keine Unvereinbarkeit ist, dann weiß ich nicht.

Bitte um Info, wie das geht.

heiliger strohsack!
05
16.12.2009, 10:37
Noch immer nichts gelernt!


Wer den Aussagewert der Worte des Herrn Liebscher gestern in der ZiB2 wahrgenommen hat,
die Rolle der ÖNB (incl.Hr Novotny) in Sachen der Hypo-Alpe-Adria,
das bewußte Wegsehen der aus Bankenkreisen immer recht gut informierten Politiker,

der ahnt,

dass hier Dilletantismus, Halbwahrheiten, verdeckte Boshaftigkeiten, Gerüchte und Unwissenheit beheimatet sind.

Nur eins steht für mich fest:
Diese Leute sind nicht den Bruchteil dessen wert, was sie lukrieren.

?und
02
16.12.2009, 09:33
und die moral von der geschicht - die moral die gibt es nicht

bösartiger gutmensch
01
16.12.2009, 09:17

volksbanken .... sind das nicht die, die wie auch die hypo bankenhilfe vom steuerzahler bekommen haben und bei denen pröll gemeint hat, durch die zu verdienenden zinsen sei das "ein gutes geschäft"?

"Österreich arbeitet mit seiner eigenen Einrichtung hart in Richtung Finanzmarkt-Destabilisierung."

er arbeitet noch härter daran, den steuerzahler die unterhosen auszuziehen und ihm dabei fröhlich lachend auch noch zu verhöhnen.

Jo H
00
16.12.2009, 00:15

Plaudereien im Affenklub.

Bertel Mann
02
15.12.2009, 22:31
Natürlich - wie bei der HAA möglichst lange möglichst alles unter den Teppich kehren, weil sonst schadet man ja dem Finanzplatz Österreich

Die Vorgangsweise der Neoliberalen eben.

(Ausswer es handelt sich um eine Gewerkschaftsbank...)

a number only
62
15.12.2009, 21:45

Für einen Auftritt in der Öffentlichkeit, um seine Eitelkeit zu befriedigen, ist dem Herrn scheinbar jedes Mittel recht; und sei es das Schlechtmachen eines Sektors, dem es ja nicht wirklich gut geht. Aber wäre nicht genau das Gegenteil angesagt, wollte man helfen? Will man aber offensichtlich nicht, man will zerstören.
Interessant dabei aber, von wem die Ratschläge kommen - oder gab es da nicht irgendwann einmal ein rechtskräftiges Urteil?

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