Abzug statt Umzug

15. Dezember 2009, 20:11
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Das Abkommen mit Washington steht im Prinzip schon seit drei Jahren, doch der heute regierenden DPJ und erst recht den Bewohnern auf Okinawa ging es nie weit genug: Statt einem Umzug der US-Truppen auf der Insel wollen sie lieber gleich ihren Abzug. Seit Ende des Zweiten Weltkriegs ist die Hälfte der (derzeit 47.000) US-Soldaten in Japan auf Okinawa stationiert.

Bis 1972 war die Inselgruppe unter Kontrolle der US-Armee. Gestritten wird vor allem um die Luftwaffenbasis Futenma, die in der Stadt Ginowan (89.000 Einwohner) liegt. Futenma soll auf zum Teil neugeschaffenes Land im Camp Schwab an der Küste verlagert werden. Dort sind US-Marineinfanteristen stationiert. In Schwab protestieren Umweltschützer aber gegen die Zerstörung von Korallenbänken. (red/DER STANDARD, Printausgabe, 16.12.2009)

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