Schwarze Wolken über Küniglberg: Neue Kandidaten

15. Dezember 2009, 18:49
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Christoph Takacs wird als TW1-Chefredakteur gehandelt

Wien - Ein Finanzdirektor alleine ist der ÖVP noch keine 160 Millionen für den ORF wert. Auch wenn Richard Grasls Aufstieg vom ORF Niederösterreich das schlagendste Argument für das Okay zur Gebührenabgeltung bedeutete.

Tendenziell dem bürgerlichen Lager wird der kolportierte Kandidat für die Chefredaktion von TW1 zugerechnet: Christoph Takacs. Zum Manager des künftigen Infokanals soll der Stiftungsrat Donnerstag wie berichtet Peter Schöber machen; Grasl zum ORF-Direktor.

Als potenziellen TV-Magazinchef, wenn Johannes Fischer 2010 in Pension geht, handelte die Kleine Zeitung schon den früheren Report-Leiter Gerhard Jelinek. Der mailte weiland Innenminister Ernst Strasser seine ORF-Karrierewünsche und lieferte Wolfgang Schüssel den Sessel für eine TV-Debatte zum Probesitzen. Hohe ORF-Auskenner dementieren diese Personalie - und den ebenfalls dafür genannten Roland Adrowitzer.

"Ja, der Einfluss der Parteien auf den ORF ist viel zu groß und lähmt den ORF": Diese Antwortmöglichkeit kreuzten bei einer Onlineumfrage von Eurosearch 55 Prozent der Teilnehmer an. Eurosearch gehört Reinhold W. Henke, der sich schon um den Job des ORF-Chefs beworben hat. "Knapp 4000" antworteten laut Presseaussendung. 3339 laut Henke. Ein "Ergebnisband" nennt 3720. Dort stehen seltsamerweise bei jeder Antwort volle Zehnerstellen. Die "Hochrechnung eines Zwischenergebnisses", erklärt die Studienbetreuerin bei Eurosearch. (fid/DER STANDARD; Printausgabe, 16.12.2009)

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