Treibender Eisberg-Riese auseinander gebrochen

16. Dezember 2009, 12:05
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Hunderte Trümmerstücke gefährden die Schifffahrt - "B17B" war vor neun Jahren vom antarktischen Schelfeis abgebrochen

Sydney - Jener gigantische Eisberg, der derzeit Kurs auf Westaustralien nimmt, ist in hunderte Teile auseinander gebrochen. Die Trümmer gefährden nun die Schifffahrt in der Region. Das Meteorologische Amt Australiens gab am Dienstag eine entsprechende Warnung aus.

Der Glaziologe Neal Young teilte mit, der vor neun Jahren von antarktischen Eisfeldern abgebrochene Eisberg mit der Bezeichnung "B17B" sei vergangene Woche per Satellit 1.700 Kilometer vor der westaustralischen Küste gesichtet worden. Da sei er noch 140 Quadratkilometer groß gewesen. 

Eisberg in Auflösung

Seitdem sei er auf 115 Quadratkilometer geschrumpft und in hunderte kleiner Eisberge zersplittert. "Ich erwarte, dass sie sich auflösen", sagte Neal. Wie lange das dauere, könne niemand sagen. Bis dahin gefährdeten die auf einer Länge von 1.000 Kilometern treibenden Eisberge die Schifffahrt in der Region. (red/APA/APD)

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    Erst im November waren nahe der zu Australien gehörenden Macquarie-Inseln im Pazifischen Ozean zwei große Eisberge gesichtet worden.

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