Wissenschaftsjournalist Obergottsberger 83-jährig gestorben

15. Dezember 2009, 16:55
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Langjähriger Chefredakteur des "Informationsdienst für Bildungspolitik und Forschung" (ibf) und Gründer des Klubs der Bildungs- und Wissenschaftsjournalisten

Wien - Hugo Obergottsberger, einer der Pioniere des Wissenschaftsjournalismus in Österreich, ist vergangenen Samstag (12. Dezember) 83-jährig in Wien gestorben. Obergottsberger war in den 1960er-Jahren einer der ersten Mitarbeiter des "Informationsdiensts für Bildungspolitik und Forschung" (ibf) und langjähriger Chefredakteur dieser auf Bildungs- und Wissenschaftsberichterstattung spezialisierten Nachrichtenagentur. 1971 gründete er den österreichischen Klub der Bildungs- und Wissenschaftsjournalisten.

Obergottsberger, geboren am 4. März 1926 in Zulissen (OÖ), studierte in Wien und London Germanistik und Publizistik. Seine journalistische Karriere startete er 1959 bei der "Österreichischen Neuen Tageszeitung" und wechselte 1962 zum "Kurier". 1965, zu einer Zeit, als sich Meldungen zu den Themen Schule, Wissenschaft und Forschung kaum in den österreichischen Medien fanden, wurde er stellvertretender Chefredakteur im neugegründeten "ibf", dessen Chefredakteur er dann von 1975 bis 1990 war.

Internationale Zusammenarbeit

Auch um die nationale und internationale Zusammenarbeit von Wissenschaftsjournalisten machte sich Obergottsberger verdient. 1971 gründete er nicht nur den Klub der Bildungs- und Wissenschaftsjournalisten, der heute mehr als 150 Mitglieder zählt. Er war auch Mitbegründer der European Union of Science Journalists Associations und saß im Gründungskomitee für den Weltverband der Wissenschaftsjournalisten.

Obergottsberger erhielt u.a. das Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse (1983), die Staatspreise für Journalistische Leistungen im Interesse von Bildung und Erziehung (1990) und für Wissenschaftspublizistik (1977) sowie den Innitzer-Preis (1975). (APA)

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