Beratung als Wissenschaft

15. Dezember 2009, 16:35
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Bedarfsanalyse für eine homogene Lehre der Beratung

Beratungsbedarf sei da - und er steige, so die Herausgeberinnen von Quo vadis Beratungswissenschaft?, Heidi Möller und Brigitte Hausinger. Im Grunde beinhalte jedes Arbeits- und Berufsfeld den Faktor Beratung, die Angebote seien höchst unterschiedlich. Grob lassen sie sich aber, so Möller und Hausinger, in zwei Zugänge unterteilen: in eine lebensweltliche und eine arbeitsweltliche Beratung - das eine jeweils als Gegenpol zum anderen verstanden.

Beide aber speisen sich aus den Disziplinen Wirtschaftswissenschaften, Psychologie, Soziologie, Pädagogik, Politikwissenschaft, Philosophie und Theologie. Die Schulen, die jeweiligen Konzept-, Praxis- und Theorieentwicklungen sind zum Teil unterschiedlich weit entwickelt, greifen oft ineinander. Die Autorinnen stellen sich die Frage, ob, warum und unter welchen Rahmenbedingunen eine Fundierung einer eigenständigen und zumindest in der Basis homogenen Disziplin der Beratungswissenschaft sich auf die Qualität der Beratungsinhalte auswirkt, aber auch zur Orientierung sinnvoll sein könnte.

Die unterschiedlichen Perspektiven und Ansätze auf und in der Beratung werden von Meistern ihrer Disziplin klar, kurz und sehr anschaulich dargestellt. Berater, Supervisoren, Coaches, aber auch Soziologen, Psychologen oder Wirtschaftwissenschafter sind die adressierten Leser. (haa, DER STANDARD, Printausgabe, 12./13.12.2009)

  • Heidi Möller, Brigitte Hausinger (Hrsg.): "Quo vadis Beratungswissenschaft?", VS-Verlag 2009
    foto: buchcover/vs-verlag

    Heidi Möller, Brigitte Hausinger (Hrsg.): "Quo vadis Beratungswissenschaft?", VS-Verlag 2009

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