Berlusconi-Attacke: Italien überlegt Website-Sperren

15. Dezember 2009, 15:58
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Gewaltverherrlichende Websites und Facebook-Gruppen sollen gesperrt werden

Nachdem Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi am Sonntag von einem Mann mit einer Miniatur des Mailänder Doms beworfen worden und dabei im Gesicht verletzt worden war, gehen die Wogen in Italien noch immer hoch. Nun denkt Innenminister Roberto Maroni einem heise-Bericht zufolge eine Sperre von Websites an, die Gewalt verherrlichen oder dazu aufrufen.

Gegen Facebook-Gruppen

Kurz nach Bekanntwerden der Attacke hatten sich auf dem Social Network Facebook bereits Gruppen gegründet, die den Angriff auf Berlusconi gut hießen. Auch ein Flash-Spiel ist mittlerweile im Web aufgetaucht. Maroni will solche Seiten sperren lassen. Dazu wolle er Vorschläge in der nächsten Sitzung des Ministerrats einbringen. Gegen die Betreiber dieser Seiten soll es zudem Ermittlungen geben. Im Herbst war man mit einem solchen Vorhaben bereits einmal erfolgreich. Damals wurde eine Facebook-Gruppe gelöscht, die zur Ermordung Berlusconis aufgerufen hatte (der WebStandard berichtete). (red)

 

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    Nach Attacke auf Berlusconi sollen gewaltverherrlichende Websites gesperrt werden

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