Österreich soll für Forscher attraktiver werden - Lebenslanges Lernen wird Angelegenheit aller Ressorts
Wien - Am Dienstag hat der Ministerrat verbesserte
Rahmenbedingungen für Forscher beschlossen. Der "Nationale
Aktionsplan für Forschende" soll zur Stärkung des
Forschungsstandortes Österreichs beitragen, so Wissenschaftsminister
Johannes Hahn in einer Aussendung. Unabhängig davon wird mit
kommendem Jänner eine ressortübergreifende Arbeitsgruppe
eingerichtet, die bis Ende 2010 eine mit den Interessensgruppen
abgestimmte Strategie für Lebenslanges Lernen erarbeiten soll.
Der Aktionsplan sieht u.a. vor, dass durch internationale
Ausschreibungen von Forschungsstellen verstärkt ausländische Forscher
für Österreich gewonnen werden sollen. Heimische Forscher sollen
unterdessen bei Auslandsaufenthalten künftig besser unterstützt
werden: Sie werden etwa Förderungen leichter "mitnehmen" können und
zusätzliche Altersversorgung bekommen.
Attraktiv für Forscher
Außerdem sollen die Beschäftigungs- und Arbeitsbedingungen für
Forschende attraktiver werden, etwa durch Maßnahmen wie den
Kollektivvertrag für Forschende an Universitäten. Förderprogramme
oder Doktoratsprogramme sollen die Spitzenforschung vorantreiben, mit
anderen Initiativen sollen Kinder und Jugendliche im Bereich
Naturwissenschaften und Technik gefördert werden.
Der Aktionsplan wurde von Wissenschafts-, Wirtschafts-, Verkehrs-,
Unterrichts- und Arbeitsministerium gemeinsam mit den Sozialpartnern
und den verschiedenen Räten im Hochschul- und Forschungsbereich
erarbeitet. (red/APA)