"Schlicht und einfach überboten"

15. Dezember 2009, 13:09
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"Es freut mich für die Philharmoniker und für Salzburg", so Andreas Mölich-Zebhauser, Intendant und Geschäftsführer der Festspiele Baden-Baden

Salzburg - "Salzburg hat die Festspiele Baden-Baden schlicht und einfach überboten", so Andreas Mölich-Zebhauser, Intendant und Geschäftsführer der Festspiele Baden-Baden. Die Berliner Philharmoniker haben sich nämlich entschieden, die Osterfestspiele in Salzburg fortzusetzen und nicht, wie angekündigt, mit dem Salzburger Festival nach Baden-Württemberg zu übersiedeln.

"Es freut mich für die Philharmoniker und für Salzburg. Aber eine Entscheidung gegen das Geld, wie es formuliert wurde, war das sicher nicht. Das ist völliger Quatsch. Was Salzburg jetzt zahlt, hätten wir definitiv nicht zahlen können (insgesamt bis zu einer Mio. Euro, Anm.)", so Mölich-Zebhauser.

Kolportierte Gage von 300.000 Euro pro Konzert

Die kolportierte Gage von 300.000 Euro pro Konzert in Baden-Baden stimme definitiv nicht, erläuterte der Intendant und Geschäftsführer des Festivals, der sein Angebot an die Berliner konkret nicht beziffern wollte. Ganz sicher habe es aber keinerlei Abwerbungsversuche mit dem Geldsack gegeben. "Im Gegenteil, die Berliner Philharmoniker und Simon Rattle sind in ihrer höchsten Not zu mir gekommen und haben gefragt ob sie hier zu Ostern Festspiele veranstalten könnten. Ich habe gesagt, schaut mal, ob das in Salzburg nicht doch klappt. Und wenn nicht, dann stehen meine Türen offen", so Mölich-Zebhauser.

Von "enttäuscht" könne jetzt keine Rede sein. Die Gespräche mit den Berlinern über Programm und Konzepte seien fruchtbar gewesen und würden in eine verstärkte Zusammenarbeit führen. "Die Musiker kennen und mögen die Stadt und das Festival, sie haben hier vier, fünf Konzerte gegeben. Was genau wir gemeinsam machen werden, soll im Jänner ausverhandelt und festgelegt werden. Das Orchester wird in Baden-Baden in Zukunft jedenfalls öfter zu hören sein. Ideen gibt es mehr als genug." (APA)

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