Ex-Premier Sanader weist Vorwürfe zurück

15. Dezember 2009, 12:13
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Der kroatische Ex-Premier hat sich zu Vorwürfen im Zuge der Not-Verstaatlichung der Kärntner Hypo zu Wort gemeldet

Wien/Zagreb - Der kroatische Ex-Premier Ivo Sanader hat sich zu den in Medien gegen ihn erhobenen Vorwürfen im Zuge der Not-Verstaatlichung der Kärntner Hypo Alpe Adria Bank (siehe dazu: Kärtner Bank im Geschäft mit Generälen und Premiers) zu Wort gemeldet: "Diese unwahren Behauptungen wurden seitens der kroatischen Opposition vor mehr als zehn Jahren erhoben und entbehren jeglicher Grundlage", heißt es in einer Stellungnahme von Sanader am heutigen Dienstag. Sanader behält sich rechtliche Schritte vor.

Laut Medienberichten soll Sanader für die Vermittlung eines Kredits eine satte Provision erhalten haben und nach Darstellung des langjährigen Ex-Chefs der Kärntner Hypo, Wolfgang Kulterer, der Bank in Kroatien die Türen geöffnet haben. Dazu erklärte Sanader, dass er "Anfang der 90er Jahre, als die Hypo Alpe Adria nach Kroatien expandierte, stellvertretender Außenminister und damit in einer Funktion" gewesen war, die es ihm "in keinster Weise ermöglicht hätte, in welcher Form auch immer, zugunsten der Hypo Alpe Adria tätig zu werden." Für die Lizenzvergabe für Banken sei die Notenbank und das Finanzministerium zuständig.

"In Kroatien ist diese Tatsache wohl bekannt, umso unverständlicher ist es, dass diese absolut haltlosen Vorwürfe nach so langer Zeit von den österreichischen Medien aufgegriffen wurden. Sollten diese unwahren Vorwürfe aufrechterhalten werden, behalte ich mir rechtliche Schritte vor", erklärte der Ex-Premier.(APA)

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