Winterurlaub 2010: Ab auf die Piste

15. Dezember 2009, 16:46
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Die Krise hat für 10 Prozent der Österreicher einen massiven Einfluss auf ihre Urlaubsplanung. Fast jeder zweite will Winterurlaub machen

Das Markt- und Meinungsforschungsinstituts Marketagent.com hat 500 Personen zwischen vierzehn und 59 Jahren zu ihren Plänen für den Winterurlaub befragt. Einige wollen sparen, viele wollen auf die Skipiste.

Für 10 Prozent der Befragten hat die Finanzkrise auf jeden Fall Einfluss auf ihre Urlaubsplanung, für 14,4 Prozent eher schon. 38,8 Prozent sagen "eher nein" und 36,8 Prozent sind ganz sicher, das die Krise keinerlei Auswirkungen auf ihr Reiseverhalten hat. Würde man sie vor die Wahl stellen zwischen Winter- und Sommerurlaub, würden 85,2 Prozent auf den Spaß im Schnee zugunsten einer Reise im Sommer verzichten. Nur für knapp 30 Prozent hat der Winterurlaub überhaupt einen besonderen Stellenwert, wohin gegen für 75,4 Prozent der ÖsterreicherInnen das Wegfahren in der warmen Jahreszeit eine große Rolle spielt.

Den Gürten enger schnallen

Schlussendlich will aber doch knapp jeder zweite Österreicher im Winter Urlaub machen. 400 Euro ist die durchschnittliche Höchstgrenze pro Person für den Winterurlaub. „Jeder Zehnte will den Gürtel enger schnallen", so Thomas Schwabl, Geschäftsführer von Marketagent.com. Allerdings haben 68,6 Prozent der Österreicher keinerlei Pläne, ihr Urlaubsbudget im Vergleich zum Vorjahr zu kürzen und 21 Prozent wollen sogar mehr ausgeben als 2008.

Auffällig ist auch die Kürze der geplanten Winterurlaube. Beinahe 40 Prozent beschränken sich auf zwei bis drei Tage, knapp 33 Prozent wollen sich eine Woche oder mehr gönnen. Auf gar keinen Fall in diesem Winter auf Urlaub fahren wollen 22,4 Prozent der Befragten.

Am Liebsten online

Auch das Buchungsverhalten verändert sich zunehmen. Die meisten Urlauber buchen direkt bei der Unterkunft, knapp 30 Prozent buchen bereits über Online-Reiseportale und der Anteil jener, die den Weg in ein Reisebüro finden liegt bereits unter 15 Prozent. Noch seltener werden Reiseveranstalter beansprucht, die mit kaum 10 Prozent am Buchungsgeschäft für den Winterurlaub beteiligt sind. 46,7 Prozent der Österreicher haben den diesjährigen Urlaub bereits fix gebucht.

Weihnachtspläne

Etwas über zehn Prozent wollen Weihnachten dieses Jahr am Urlaubsort verbringen und 16,2 Prozent werden voraussichtlich Silvester nicht zu Hause sein. Ganz klassisch zu Hause verbringen voraussichtlich 77,3 Prozent sowohl Weihnachten als auch Silvester.

Skifahren steht auf der Liste der bevorzugten Urlaubsaktivitäten ganz oben. Gleich danach genießen die ÖsterreicherInnen am Liebsten einen Aufenthalt in einer Therme oder einem Wellnesshotel. Nur 14 Prozent nutzen die Feiertage für einen Städteurlaub, der Süden lockt 11,4 Prozent der Reisenden und für eine Erlebnis- oder Rundreise können sich 4,4 Prozent erwärmen. Kreuzfahrten stehen für die meisten ÖsterreicherInnen nicht auf dem Wunschzettel (0,9 Prozent).

Piste oder Maniküre

Wie der Urlaub letztlich aussieht hängt auch sehr vom Geschlecht ab, obwohl ein Großteil der ÖsterreicherInnen am Liebsten Skiurlaub machen (64,2 Prozent). 69,4 Prozent der Männer suchen bevorzugt den Spaß auf der Piste und würden am Liebsten Wintersport-Urlaub machen, bei den Frauen können sich 58,3 Prozent dafür begeistern. Beim Wellnessurlaub ist die Gewichtung umgekehrt:43,5 Prozent der Frauen suchen im Winterurlaub vor allem Entspannung in einem Wellnesshotel oder einer Therme, bei den Männer haben 25,6 Prozent diesen Wunsch. (red/derStandard.at/15.12.2009)

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    Piste oder Palmen? Wenn schon Winterurlaub, dann fahren die ÖsterreicherInnen am Liebsten zum Skifahren.

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