Theater am Rande der Gesellschaft

15. Dezember 2009, 11:53
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"Die Theater sind selbst schuld"

Berlin - Nach Auffassung von Claus Peymann ist das Theater "aus der Mitte der Gesellschaft an den Rand gedrängt" worden. "Und das Schlimme ist: die Theater sind selbst schuld", meinte der Regisseur und Intendant des Berliner Ensembles in einem Gespräch mit der Berliner Tageszeitung "B.Z." am Dienstag. Das Theater der Gegenwart vertrete "nicht mehr die Botschaft der großen Stücke, der großen Themen".

"Moralische Anstalt"

Das Berliner Ensemble als früheres Brecht-Theater am Schiffbauerdamm verstehe sich "als moralische Anstalt - deshalb beschimpft man uns als konservativ", sagte Peymann (72). "Na gut, dann sind wir eben konservativ!" Das BE sei immerhin das Haus, in dem ein Robert Wilson arbeite, ein Peter Stein, eine Andrea Breth, ein Luc Bondy und eben ein Claus Peymann. "Wir sind das Theater der Meister, kein Theater für Anfänger." (APA)

  •  Claus Peymann über das Berliner Ensemble: "Na gut, dann sind wir eben konservativ!"
    foto: epa/soeren stache

    Claus Peymann über das Berliner Ensemble: "Na gut, dann sind wir eben konservativ!"

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