Eheleben stabilisiert Gesundheit

15. Dezember 2009, 11:07
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Ergebnis einer repräsentativen Untersuchung: Weniger Depressionen und Süchte

Wellington - Eine Ehe ist gut für die Gesundheit und schützt vor Depressionen und anderen psychischen Problemen. Das ist das Ergebnis einer Studie von WissenschafterInnen der Universität von Otago in Neuseeland, die am Dienstag vorgestellt wurde. Verheiratete haben demnach ein geringeres Risiko als Singles, an Depressionen und Angstzuständen zu erkranken oder süchtig zu werden, wie die Psychologin Kate Scott sagte. Für die Studie wurden Daten von fast 34.500 Menschen in 15 Ländern ausgewertet.

Auch Frauen würden profitieren

Für die psychische Gesundheit sei eine Ehe für Frauen und Männer gleichermaßen von Vorteil, sagte Scott. Frühere Studien, nach denen vor allem Männer gesundheitlich von einer Ehe profitieren, konnten nicht bestätigt werden. Nur in der jeweils ersten Ehe wurden Unterschiede zwischen Männern und Frauen festgestellt: Nach der ersten Hochzeit leiden Männer demnach seltener an Depressionen als Frauen. Scott führt dies darauf zurück, dass sich Frauen vor allem in erster Ehe eher an traditionellen Rollenbildern orientieren.

Scheidung mit Folgen

Während die Ehe nach Einschätzung der ForscherInnen also gesund ist, kann eine Scheidung sehr ungesund sein: Der Verlust eines Ehepartners durch Trennung, Scheidung oder Tod kann der Studie zufolge krank machen. Eine Trennung mache viele Menschen "anfällig für die Entstehung psychischer Krankheiten", sagte Scott. Männer erkranken nach einer Trennung demnach besonders häufig an Depressionen, Frauen neigen eher zu Drogen- oder Alkoholmissbrauch. (APA/AFP)

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