Religiöse Kleidung eine "Frage des Kultes"

15. Dezember 2009, 10:55
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Kirchliche Islambeauftragte der Diözese Feldkirch weist FP-Vorschlag für Kopftuchverbot zurück

Feldkirch - Die Islam-Beauftragte der Diözese Feldkirch, Elisabeth Dörler, hat die jüngsten FP-Forderungen nach einem gesetzlichen Kopftuchverbot für muslimische Mädchen in Schulen und muslimische Frauen im öffentlichen Dienst zurückgewiesen. Religiöse Kleidung sei zunächst "eine Frage des Kultes und somit der Ausübung der Religionsfreiheit, die der Rechtsstaat allen Religionsgemeinschaften in gleicher Weise zusichert", so Dörler in einer Aussendung am Montag.

Falls in konkreten Fällen das Tragen des Kopftuches Zeichen der Unterdrückung von Frauen oder des Protestes gegen die demokratische Verfassung Österreichs sein sollte, brauche es keine Kleidungsvorschriften, weil es andere rechtliche Instrumente zur Überwindung solcher Fehlhaltungen gebe.

Konkreter Anlassfall für die Äußerungen Elisabeth Dörlers waren entsprechende Aussagen des Vorarlberger FP-Landesparteiobmanns Dieter Egger. Elisabeth Dörler, die lange in Istanbul gewirkt hat, sieht eine wichtige Aufgabe der katholischen Kirche in Vorarlberg darin, den Dialog zwischen Christen und Muslimen zu fördern. (red)

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