Russland schoss Navigationssatelliten ins All

15. Dezember 2009, 10:11
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Konkurrent des US-Systems GPS

Das größte Land der Welt wird bald flächendeckend aus dem All erfasst: Russland hat am Montag vom Weltraumbahnhof Baikonur in der kasachischen Steppe eine Proton-Trägerrakete mit drei Satelliten des geplanten Ortungssystems Glonass in die Umlaufbahn gebracht. Das teilte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos nach Angaben der Agentur Itar-Tass mit.

2007

Ursprünglich sollte Glonass bereits ab Ende 2007 landesweit genutzt werden, jedoch hatten technische Probleme dies immer wieder verzögert. Vor dem Start in Baikonur funkten bereits 16 Satelliten, die zu dem System gehören, ihre Daten zur Erde. Russland braucht aber mindestens 18, um sein Territorium abzudecken. Für den weltweiten Einsatz des Systems sind 24 Raumapparate erforderlich. Im Februar 2010 will Russland daher drei weitere Glonass-Satelliten ins All schießen.

Das Prestigeprojekt ist ein Konkurrent des US-Systems GPS und wurde 1993 in Dienst genommen. Es soll künftig sowohl militärisch als auch zivil genutzt werden. (APA/dpa)

 

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