Nachlese

Fekter weiter für Deutschpflicht vor Einreise

15. Dezember 2009, 08:38

Innenministerin erstellt Nationalen Aktionsplan - Familienzuzug wird erschwert

Innenministerin Maria Fekter (ÖVP) macht einen Vorstoß in Sachen Integration von Migranten. Der schon länger angekündigte "Nationale Aktionsplan für Integration" nimmt konkret Formen an, berichtet das Ö1-Morgenjournal. Das 38-Seiten-Papier liest sich aber in erster Linie als Pflichtenkatalog für Migranten - und zwar sowohl jene, die bereits in Österreich leben als auch solche, die erst kommen wollen.

Aktionsplan als "Pflichtenkatalog"

Denn: Im Falle eines Familienzuzugs, also wenn Angehörige nach Österreich nachkommen, müssen diese bereits vor der Einreise über Grundkenntnisse der deutschen Sprache verfügen. Der Schwerpunkt liegt aber auf bereits in Österreich lebenden Einwanderern: "Das Beherrschen der deutschen Sprache ist Voraussetzung für gelungene Integration", heißt es in Fekters Aktionsplan, was im Klartext heißt: Künftig müssen Zuwanderer, die schon im Land sind, über mehr Deutschkenntnisse als bisher verfügen.

Bisher genügte das Sprachniveau A2. Dies meint im Wesentlichen, dass sich eine Person etwa beim Arzt verständigen kann. Nunmehr muss ein Niveau erreicht werden, das für eine Integration am Arbeitsmarkt ausreicht. Bei Nichterfüllung dieser Voraussetzungen droht im Extremfall die Ausweisung, wie dies jetzt schon im Rahmen des Integrationsvertrages möglich ist.

Gegenüber Ö1 verteidigte Fekter die rigiden Regeln und den Tenor ihres Papiers, schließlich müsse sich die Politik an Defiziten und Problemen orientieren und diese nennen dürfen. Auch Nachfrage räumte die ÖVP-Ministerin aber ein, Integration könne "natürlich nur dann stattfinden, wenn sich alle anstrengen - sowohl die Mehrheitsgesellschaft als auch jene Personen mit Migrationshintergrund".

Verbesserungen für Zuwanderer soll es im Bereich Beschäftigung geben. Angepeilt wird von Fekter eine weitere Harmonisierung von Aufenthalt und Zugang zum Arbeitsmarkt. Ansonsten finden sich in der Punktation an Ankündigungen etwa eine Weiterentwicklung des Sprachkurs-Angebotes für Frauen, ein Ausbau der Sprachförderung an den Schulen sowie eine modernere Ausbildung von Imamen. (red, derStandard.at, 15.12.2009/APA)

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Franz Schwingenschrot
00
Deutsch für Ausländer

Ursprünglich hatte Maria Fekter vor, von potenziellen Zuwanderern eine Dissertation in Germanistik zu verlangen. Es scheiterte nur daran, dass sie nicht in der Lage war bis kurz vor der Pressekonferenz die Worte „Germanistik“ und „Dissertation“ korrekt auszusprechen.

http://gedaunknsplitta.blog.de

Hamit_Hatemi
01
11.1.2010, 16:23

An alle, die die USA als Vorzeigeeinwanderungsland von Hochqualifizierten preisen:

Ein Land, in dem soziale Absicherung seitens des Staates auf ein Minimum reduziert ist, kann man nicht mit Österreich vergleichen, wo jeder ***** eine Menge Geld nachgeworfen bekommt.

Welche Typen an Menschen wo einwandern, dürfte klar sein.

Ergo: Die Österreicher sind ganz alleine an ihrer derzeitigen Immigrationsthematik schuld.

EUphoriker
00
17.12.2009, 12:05
weil hier immer wieder das goethe institut auftaucht

2008 gibt es **Österreich Institute** in Belgrad, Brünn, Bratislava, Budapest, Krakau, Ljubljana, Rom, Warschau und Wroclaw sowie einen Lizenzpartner in Istanbul.

Die **Österreich Institut GmbH** ist eine Einrichtung der österreichischen Auslandskulturpolitik und führt Deutschkurse außerhalb Österreichs durch. Nach eigenen Angaben lernen 10.000 Kursteilnehmer im Jahr an einem **Österreich Institut**. Am Sitz des Institutes in Wien werden die Materialien für den Unterricht erstellt.

http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%... h_Institut

es gibt also offensichtlich ausserhalb europas (inkl türkei) keine möglichkeit, die vom österr. staat organisiert wird. es kann ja wohl nicht sein, dass man sich auf deutsche kulturpolitik verläßt.

Hamit_Hatemi
00
11.1.2010, 16:19

Wenn ich mich für die österreichische Kultur sowie die deutsche Sprache interessiere, kann ich die Sprache auch ohne Kurs erlernen.

Das brachte ich auch zusammen - und ich kann sagen, dass ich mich sehr gut in Österreich zurecht finde.

Alle diese Ausreden sind schon so lächerlich... es regt mich einfach nur fürchterlich auf!

Gutmensch vom Dienst
60
17.12.2009, 01:59
Bei einer solchen Masse

an Fekterliebhabern ist jede Gegenrede unprofitabel, um nicht zu sagen sinnlos. Daher ciao!!

MarioV
06
17.12.2009, 09:27

Fekter? Gegenrede?
Es geht auch nicht um Fekter, es geht nicht darum das eine (imaginäre) Reichshälfte gegen die andere gewinnt.
Vielmehr geht es darum das eine Argumentbasierte, tabulos-sachliche Diskussion geführt wird.
Nicht darum das Links- und Rechtsfundis sich gegenseitig argumentationslos-monoton beflegeln und jeden der nicht bedingungslos auf "ihrer" Seite ist beschuldigen der jeweils anderen Seite anzugehören.
Das ist ja wie im Kalten Krieg.

jo eh
05
17.12.2009, 08:42

sie finden halt keine gegenargumente. geben sie es doch gleich zu.

baba

Sheriff Jack Mauer
18
16.12.2009, 14:30

Bei den bildungsfernen Schichten in Anatolien & Co geht jetzt schon die Panik um.

ordy
13
16.12.2009, 12:21

Da es ja angeblich nur noch um die Einwanderung von Hochqualifizierten geht, sollte das kein Problem sein.
Diese Super-Fachkräfte werden ja wohl Deutsch lernen können.
Oder war das mit den "Hoch"qualifizierten wieder nur ein Schmäh um uns Sand in die Augen zu streuen?

EUphoriker
92
16.12.2009, 15:11
Können sie schon

tun sie aber nicht. stattdessen gehen sie in die USA, wo sie sehr freundlich aufgenommen werden. und - sie werden es nicht glauben- der wirtschafts- und wissenschaftsstandort USA profitiert davon.

graeslein
 
02


In die USA einzuwandern, ohne ein Wort Englisch zu können, ist einfach unmöglich!

Die USA sind ein Einwanderungsland.
Und dennoch werden Sprachkenntnisse verlangt.

MarioV
05
17.12.2009, 09:19

Logisch.
Ein Niedrig-Steuer-Land wie die USA mit guten Verdienstmöglichkeiten und wenig sozialer Absicherung zieht logischerweise junge, dynamische Topleute an.
Das ist gut für die US-Arbeitgeber, nicht zwangsläufig gut für die Aufstiegschancen der Arbeitnehmer.
Ein Sozialstaat mit hohen Abgaben wie Ö zieht hingegen Leute an, die eher soziale Absicherung schätzen bzw. derer auch bedürfen.
Das ist kein Plädoyer für Sozialstaats-Abschaffung, sondern nur eine emotionslose Tatsachenschilderung.
Die Sozialstaats-Idee ist eben eine Nationalstaats-Idee, die nicht auf Einwanderung vorbereitet ist.

EUphoriker
10
17.12.2009, 10:53
Da gebe ich ihnen recht

Und darum benötigen wir eine sinnvolle auseinandersetzung mit diesem problem und keine emotional xenophobe, genausowenig wie eine problemnegierende.

Bedauerlicherweise aber findet das in A nur sehr begrenzt statt und leider auch schon lange nicht mehr im innenministerium.

jo eh
18
16.12.2009, 16:35

jaja, die USA.
wo sich ca. 45 mio menschen keine krankenversicherung leisten können und der sozialstaat bestenfalls als "rudimentär" zu charakterisieren ist.
wo das bildungssystem viele arme bürger diskriminiert, ist man zudem umso eher auf den zuzug fertig ausgebildeter fachkräfte angewiesen. kommt dem staat auch billiger.

wenn man ihre logik aufgreift, kann man sagen, dass das gros der zuwanderer nach österreich kommt, weil sie hier immerhin auch vom sozialsystem "freundlich aufgenommen" werden.
was auch einmal gewürdigt werden sollte.

außerdem: die hochqualifizierten verirren sich halt generell weniger in kleinstaaten, weil die möglichkeiten nie dieselben sein werden wie in den USA oder anderen großen staaten.

Gutmensch vom Dienst
10
17.12.2009, 02:06

Soll ich jetzt auch noch die tatsache, das vielen das Sozialsystem für Ausländer ein Dorn im Auge ist, würdigen oder was?

Der letzete satz ist ja wohl lächerlich, entschuldige schön. Es hat überhaupt keinen Sinn, ein immer mehr rückständigen staat wie Ö mit den Worten: 'Es ist doch ein kleinstaat!' verteidigen zu wollen.

jo eh
12
17.12.2009, 08:39

sie kapieren wohl gar nichts.

und nein, ich bin nicht ihr lesecoach

Sponge Bob
111
16.12.2009, 11:38
man sollte immer wieder das positive Beispiel

der Mutter von Arigona nennen.
Die hat sich wirklich bemüht sich zu integrieren und die Sprache zu lernen.
Zwischenzeitlich kann sie schon fünfr Worte deutsch.
Und nächstes Jahr kommt wieder ein neues Vokabel dazu!

jo eh
08
16.12.2009, 11:23
vorbild dänemark

wenn es das kleine dänemark schafft, von zuwanderern (wir reden nicht von asyl) gute kenntnisse der landessprache zu verlangen und zu überprüfen, dann kann es österreich auch. entgegen den jeremiaden der NGOS, die meinen, dass das "nicht administrierbar" sei.
der einzige fehler ist, dass fekters vorschläge viel zu spät kommen.

die größten,heutigen integrationsdefizite lassen sich auf die großzügige "familienzusammenführung" (bzw. heiratsmigration) zurückführen- stichwort: "importbräute" (wenn es um die argumentation pro muttersprachlichen unterricht geht, erfährt man auch, dass einige dieser mütter nicht mal alphabetisiert sind).
so wurden die sprachprobleme an die 2. und 3. generation quasi weiter "vererbt".
das muss sich ändern.

bobo de droite
06
16.12.2009, 11:19

am effizientesten wäre es vermutlich, den bezug von sozialtransferleistungen an gute kenntnisse der landessprache zu knüpfen. ich bin sicher, die können im null komma nix super deutsch :)

neooesterreicher
00
27.12.2009, 13:13

Das sollte man den "Roten" in Wien ins Stammbuch schreiben. Aber die sind ja nicht lernfähig -außer vielleicht nach der nächsten Wahl.

Def. Izit
50
16.12.2009, 10:59
Deutsch und Gesetzeskunde von Kärtner prüfen, bevor sie ins restliche Bundesgebiet einreisen dürfen.

Kleidermann
06
16.12.2009, 10:03
Das ist A1

Dieses Sprachniveau muss vor der Einreise erreicht werden:
http://www.goethe.de/lrn/pro/s... eindex.htm
Eine Hürde ist das nur für komplette Analphabeten, und genau das ist auch der Sinn der Sache.

kamelchen kann mitm huf viel gut baumkraxln
423
16.12.2009, 08:46

fekter hat vollkommen recht.
integration ist eine BRINGschuld. auch migranten haben pflichten und stehen keinesfalls unter einem glassturz. wer nicht willens ist die deutsche sprache zu erlernen hat in Ö nichts verloren.

hotzenplotz1001
202
16.12.2009, 09:29
Liebes Kamel! Sie sollten in Fremdwörterlexikon nachschlagen, was das Wort Integration bedeutet.

Sie müssen etwas missverstanden haben.

Mr_Murphy
09
16.12.2009, 10:53

Integration: "Einfügen von Teilen in ein Ganzes"

Das "Ganze" spricht Deutsch.

Und jetzt?

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