ÖHB-Frauen gegen "Team der Stunde"

14. Dezember 2009, 20:09
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Frankreich Gegner im letzten Gruppenspiel - Müller-Team könnte Zünglein an der Waage sein und bestes Abschneiden seit 2002 schaffen

Yangzhou/China - China und die 19. WM waren für Österreichs junge Frauen-Auswahl eine Reise wert. Die rot-weiß-rote Auswahl hat im Reich der Mitte erstmals seit der EM 2006 die Runde der letzten Zwölf erreicht. Am Dienstag (12.00 Uhr MEZ) geht es in Yangzhou im siebenten und letzten Gruppen-Spiel nach drei Siegen und vier Niederlagen gegen Frankreich um eine ausgeglichene Bilanz.

Die zweitplatzierten Französinnen kämpfen gemeinsam mit Titelverteidiger und Tabellenführer Russland sowie dem früheren dreifachen Olympiasieger Dänemark um den Einzug ins Halbfinale. "Sie sind das WM-Team der Stunde, vielleicht unterschätzen sie uns ein wenig. Wir können das Zünglein an der Waage sein, die Däninnen drücken uns die Daumen", sagte ÖHB-Teamchef Herbert Müller.

Um Platz neun oder elf

Niemand in seiner Truppe ist so vermessen, gegen den Weltmeister von 2003 einen Sieg zu erwarten. Katrin Engel und Co. hoffen, dass im Parallel-Spiel Deutschland Angola besiegt und Österreich Gruppen-Fünfter wird. Das würde am Donnerstag in Suzhou (09.00 Uhr MEZ) das Platzierungsspiel um Rang neun wahrscheinlich gegen Ungarn bedeuten. Wird Österreich Sechster und Letzter ginge es voraussichtlich gegen China (06.30 Uhr MEZ) um Platz elf.

Sollte Natascha Schilk gegen Frankreich zum Einsatz kommen, hat sie auf alle Fälle Grund zum Feiern. Die Hypo-Spielerin steht vor ihrem 50. Länderspiel. Und Kapitänin Katrin Engel (Bayer Leverkusen), die die WM-Torschützenliste mit 49 Treffern noch immer anführt, fehlen nur noch sieben Goals, um die 500-Tore-Marke im ÖHB-Dress zu knacken.

Hoher Besuch

Schilk, Engel und Co., die am Mittwoch zum letzten WM-Spiel nochmals eine Vier-Stunden-Busfahrt auf sich nehmen müssen, hatten in den vergangenen Tagen hohen Besuch. Österreichs Botschafter Martin Sajdik sowie Michael Heinz, der Generalkonsul in Shanghai, schauten vorbei und erhielten ein Teamtrikot mit allen Unterschriften der Teamspielerinnen.

Sollten die Spielerinnen von Müller am Donnerstag den neunten WM-Platz erreichen, wäre das das beste Abschneiden der ÖHB-Frauen in einem WM- oder EM-Turnier seit 2002 (EM in Dänemark Neunter). Vor einem Jahr war Rot-Weiß-Rot in Mazedonien EM-15. und 2007 in Frankreich WM-16. Österreich ist in China zum 19. Mal in Folge bei einem EM- (bisher acht) und einem WM-Turnier (elf) mit von der Partie. (APA)

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