"Österreich" -Boxen Fall für MA 48

14. Dezember 2009, 18:31
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Boxenstopp: Auf Drängen der Konkurrenz sammelte die Stadt Wien nicht korrekt platzierte Entnahmebehälter des Fellnerblatts ein - Binnen Stunden stellte der Verlag Behälter neu auf - Das wiederholten die beiden mehrfach

Wien - "Wie Chicago 1930" : So sieht ein Zeitungsmacher Gratisblattverlage ihre Entnahmeboxen mit starken Kerlen sichern. Nicht ganz ernst. Bisher holten nur die muskulösen Herren vom Magistrat in Orange Boxen von Österreich ab. Wieder und wieder.

Nach Standard-Infos erinnerte die Gratiszeitung Heute mit Fotodokumenten den dafür zuständigen Stadtrat Rudolf Schicker, dass Österreich voluminöse Doppelboxen über Wien verteilte. Als Auflagenkontrolle und Media-Analyse Heute aufnahmen, kündigte Fellner an, seine Druckauflage deutlich zu erhöhen. Um die dünnere Gratisauflage an Frau und Mann zu bringen, brachte er neue Boxen in Stellung.

Öffentliche Standorte für Entnahmebehälter sind Stück für Stück mit einer Handvoll Beamter zu besichtigen und zu genehmigen. Die Extraboxen standen ohne dieses Verfahren in den Straßen, beobachteten Heute-Leute. Die breiteren Behälter von Österreich könnten gar ein Fall fürs Baurecht sein, vermuten Menschen, die sich mit der Materie beschäftigt haben.

Fellner droht Stadt

Österreich-Boss Wolfgang Fellner bestätigt so: "Es wurde im Laufe der letzten Wochen eine kleinere Zahl an Zeitungsboxen von der Stadt entfernt, weil nach Meinung der zuständigen Magistratsabteilung für diese Boxen keine ordnungsgemäße Genehmigung vorliegt. Wir haben jene Boxen für die wir eine Genehmigung haben - somit den Großteil - wieder aufgestellt und das Magistrat auch darauf hingewiesen, dass Genehmigungen vorliegen. Sollten die Boxen noch einmal entfernt werden, werden wir rechtliche Schritte einleiten, weil wir - unserer Meinung nach - einen Rechtsanspruch auf diese aufgestellten Zeitungsboxen haben."

Er räumt ein, dass "in den meisten Fällen" Einzelboxen genehmigt waren, "aufgrund der großen Nachfrage aber Doppelboxen aufgestellt wurden" . Für die würden nun Genehmigungen beantragt - "that's it" . Erst aufstellen, dann fragen, das erinnert an ein Prinzip aus dem Wilden Westen. 137 sind nun beantragt. Fellner sagt, die Stadt habe keine Strafen verhängt, Boxen länger einzubehalten "wäre glatter Amtsmissbrauch" .

Ein Sprecher Schickers sagt, ein Teil der Fellner-Boxen habe nicht den Kriterien - Stadtbild und Verkehrssicherheit - entsprochen. Ein Sprecher der für die MA 48 (Abfallwirtschaft, Straßenreinigung, Fuhrpark) zuständigen Stadträtin Ulli Sima bestätigt die Entfernung. Er verweist auf seine mit dem Boxenstopp befasste Kollegin. Sie rief bis Redaktionsschluss nicht zurück. (Harald Fidler, DER STANDARD; Printausgabe, 15.12.2009)

  • Boxenluder? Boxenverluderung sieht "Heute"  bei Konkurrent ...
    fotos: cremer

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  • ... "Österreich" - der gern erst aufstellt und dann fragt
    fotos: cremer

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