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Seit Montag gehört die Hypo Group Alpe Adria dem p. t. Steuerzahler. Eine Bank, deren Eigentümer man nun wirklich nicht sein möchte. Eine knappe halbe Stunde, bevor die Bankschalter Montagfrüh öffneten, wurde der Beschluss zusammengeschustert, die ehemalige Kärntner Landesbank notzuverstaatlichen.
Damit ist das politische Match Österreich gegen Bayern im Wesentlichen gelaufen. Die Österreicher haben verloren. Denn bei allen Brosamen, die die Bayern in Form von Eigenmitteln in dem Geldhaus der Provinz zurücklassen: Ihre Haut haben Bayernbanker wie Bayernpolitiker gerettet, ihr Ziel ist erreicht. Sie sind die Albtraum-Beteiligung an der ausgezehrten und geschäftlich enthemmten Hypo Alpe Adria los, die regierenden Politiker können weiter in aller Ruhe ihre Vorgänger kriminalisieren, und die Implosion der bayerischen CSU ist zunächst vom Tisch.
Den Preis dafür - Milliardenabschreibungen bei der BayernLB - zahlt der (deutsche) Staatsbürger. Ein Spiel, das die BayernLB im Kleinen schon im Jahr 2000 geprobt hat, pikanterweise in jenem Markt, in dem die Kärntner Hypo besonders stark engagiert ist. Dem kroatischen Staat kauften sie damals die drittgrößte Bank des Landes ab, um sie ihm drei Jahre später, nach der Entdeckung krimineller Devisen-Machinationen von Mitarbeitern, wieder vor die Füße zu knallen. Ein Euro Verkaufserlös, und die Sache war erledigt.
Vom unseligen Nicht-Wirken der Bayerischen Landesbank bei der Gewerkschaftsbank Bawag ganz zu schweigen - das nach Geld lechzende Land Kärnten ignorierte beim Verkauf alles (wenn überhaupt je etwas davon wahrgenommen wurde). Die Hypo-Beteiligung musste 2007 ja möglichst ertragreich losgeschlagen werden.
Während die Bayern bei der Hypo-Rettung in Wien also ein politisches Spiel spielten, in dem es nur darum ging, Bewegungslosigkeit und Beharrungsvermögen zu beweisen, glaubte die österreichische Regierung, es gehe um einen Boxkampf, bei dem ein paar gestreckte Rechte reichen, um von den Eigentümern "substanzielle Beiträge" herauszuschlagen. Die Bayern freilich wussten sich in der komfortablen Position eines Sumoringers, sie quittierten die Ösi-Angriffe mit dem Heben einer Augenbraue, höchstens. Und die Kärntner, längst fern der Realität, haben inzwischen wohl von daheim am Wörthersee geträumt, vom Geldverteilen an Bedürftige. Die Grazer Wechselseitige, beinah vergessener Fünftel-Aktionär, gab den schüchternen Statisten und warf 30 Millionen Euro in den Klingelbeutel.
Eigentümer wie diese ernst zu nehmen, sie als "fit and proper" anzusehen, wie das Bedingung für Bank-Aktionäre ist, war schon in den vergangenen Jahren grundverkehrt. Der Kärntner Hypo wird sogar von der nicht als rasend bissig bekannten österreichischen Aufsicht seit Jahren ein schlechtes Zeugnis ausgestellt: dünne Eigenkapitaldecke, mangelnde Risikokontrolle, schlechtes Kreditmanagement - alles bekannt; seit Auffliegen der Spekulationsverluste 2006 sogar der interessierten Öffentlichkeit. Konsequenzen: null. Man schaute in erster Linie zu und weg: dem Verkauf an die Investorengruppe Tilo Berlin, die wenige Monate nach ihrem Einstieg gewinnstrahlend wieder ausstieg; dem Einsatz eines Generaldirektors, der zuvor den Volksbankensektor verlassen hatte müssen; dem Einsatz eines Restrukturierungschefs, der selbst in Swap-Verluste verstrickt war.
Dass die Notenbank diese Hypo Ende 2008 als "nicht notleidend" einstufte, kann bestenfalls als Irrtum interpretiert werden. Dass der Staat, der 900 Millionen Euro in diese Bank pumpte, nichts kontrollierte, bestenfalls als Dummheit. Ideale Voraussetzungen also für Sanierung, Abwicklung und/oder Verkauf der neuen Staatsbank. (Renate Graber, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 15.12.2009)
Vielleicht sollten sich Politiker generell mehr an Viecherln halten
In Prozesse ging und gehe er stets "entspannt", ließ er in einem Interview am Sonntag Österreich-weit wissen
Wer die richtigen Seminare bucht kann Vögelchen Erfolg domestizieren, heißt es aus der Berater-Branche
Einsicht ist bei den derzeitigen Skandalen in Österreich ein rares Gut
Die Idee mit dem Erwinisieren hat jedenfalls was
Die Prozesse gegen Mensdorff-Pouilly und Strasser haben uns durchaus klüger gemacht
Dass Politiker tiefe Wasser sind und mehr - oder weniger - Potenzial haben, als man glaubt, beweist auch Erwin Pröll
wo sind die konsequenzen?
ohne die könnte ja ein manager einer wichtigeren bank auf die idee kommen: "hey, die idioten-hypo habens einfach so gerettet, na dann bin ich auf der sicheren seite" und das geld der leute in mondgrundstücken anlegen...
Fragen Sie das doch die Bosse der Bank Austria, der Ersten und all die anderen, die dieser Bank Kredite gegeben haben, als sie bereits am Ende war. Die hatten jetzt Angst um ihre Kohle und haben deshalb die "Rettung" -auf Kosten des Steuerzahlers- angeleiert.
Banksterbosse müssen also nie für ihre fatalen Fehler einstehen und sind demnach keinerlei Risiken ausgesetzt. Beim kleinen Häuslbauer sieht das schon ganz anders aus. Da frage mich schon, wieso sich das die Wählerinnen und Wähler noch gefallen lassen. Letztlich kann man da gleich die Kommunisten wählen. Denn die nehmen zwar einem auch alles weg, nur stopfen sie es nicht den Bankstern in den Hintern...
konnten auch die anderen banken nicht wissen, was da vor sich geht. sie haben also ganz normal bankgeschäft mit diesem trojanischen pferd gemacht.
wäre die hypo jetzt in konkurs gegangen, wären die folgen für ganz österreich - alle steuerzahler, das land kärnten (stichwort: landeshaftung), die anderen banken, lieferanten, kreditnehmer und sparer der hypo - dermaßen schlimm gewesen, dagegen ist die rettung ein lärcherlschas.
Hm. Andere Banker und die Aufsicht sagen, die "Informationen waren verdreht"? Ich denke, es kann und darf nicht das Problem des Steuerzahlers sein, wenn die Burschen ihr Handwerk nicht verstehen. Da sollen sie gefälligst dafür einstehen. Die Banker sollen um die Kredite umfallen und die Leitung der Aufsicht soll -ohne jegliche weitere finanziellen Ansprüche- zurückgetreten werden.
Und der Unterschied zwischen "banken, lieferanten, kreditnehmer und sparer" und den Steuerzahlern ist, dass sich die diese Bank für ihre Geschäfte *selbst* ausgesucht haben. Also sollten sie auch *selbst* mit den Schwierigkeiten fertigwerden. Aber so wird nur das orange Elend in Kärnten weiter am Leben erhalten...
Die paar Milliarden € sind leicht wieder reinzuholen. Einfach sofort das extrem teure und völlig nutzloise Projekt Koralmtunnel stoppen. Damit trägt Kärnten auf gewisse Art sogar zur Finanzierung der notwendigen Rettungsaktion dabei. Und die Bevölkerung lernt eine Lektion, ohne einen wirklichen Schaden zu erleiden. Nur die Verursacher des Debakels (bis auf einen) werden sich halt nicht mit dem Prestigeprojekt brüsten können.
seis wias sei, stiabt d´Kua bleimbt d´Säu
So warens in den Verhandlungen: die € 825 Mio wären bei einer Insolvenz futsch, also zahlens gar nichts.
Der Furchensepp hat die HGAA als systemrelevant hochgelobt, also mussten die Bayern (Fahrensohn) nur solange sitzen bleiben, bis der Sepp nachgibt.
Und Seehofer hat sich in Ingolstadt Sorgen gemacht - nicht über Bayern, die LB oder die HGAA, sondern über die CSU.
Naja jeder Bayer "blecht(e)" ca € 550 nach Kärnten, jeder Ösi bis jetzt weniger - wer weis, aber ein paar(400) jetten jetzt mit Gratisjachten durch Adria, Ägäis, ....
also bitte in österreich darf man die schuld nicht in der politik suchen...da es die nicht merh gibt, denn der markt regelt sich ja selber....
da braucht es keine kontrolle....
wie man sieht stimmt das auch denn wer den markt bescheißt der wird halt die rechnung bekommen....
in diesem falle ist es halt der bürger, der es verabsäumt hat den verfall der politischen struktur aufzuhalten!
und nein, es ist kein schleppe-bier:
http://www.facebook.com/pages/Neu... 835?ref=ts
bitte beitreten - wenn sich an einem werktag in kärnten 1000 arbeitnehmer frei nehmen um ab 8 uhr morgens zu protestieren heißt das schon was (besonders für kärntner verhältnisse)
1. das Management wegen vorsätzlicher betrügerischer Krida inhaftieren, das private Vermögen beschlagnhmen, das so gewonnene Geld der Bank rückführen.
2. die involvierten Politiker vom Posten per sofort ohne farwell Geld abziehen, enteignen, das Vermögen der Bank zuführen.
3. Den Finanzminister in die Pflicht nehmen. Mich hat keiner gefragt, ob ich das möchte. Ich darf aber einfach mit zahlen.
Herr Pröll, meine Stimme bekommen SIE nicht (hab Sie sowieso nicht gewählt).
Berlusconi war nur der Anfang, ich denke, jetzt werden die Wähler agressiver, es wird für die Bonzen kein Spass mehr sein, sich auf dem Geld auszuruhen.
So soll und wird es sein, nur weiter so.
wenn ich mit 250 kmh des nächtens gegen einen baum fahre, das - wie durch ein wunder überlebe - werde ich dann der polizei den vorwurf machen: "hey, ihr habt mich ja nicht geblitzt! wieso lasst ihr es zu das ich esel auch so schnell fahre!?"
ist das ihre logik? ja?
1. massive belastung des gesamten österr. bankensektors, durch den ausfall von forderungen gegenüber der hypo
2. furchtbares signal an internationale investoren - glaubwürdigkeit des öst. bankensektors massiv geschädigt
3. folgekonkurse bei lieferanten und kreditnehmern der hypo
4. mit einem schlag ein paar tausend arbeistlose mehr
5. aus 4 folgen erhebliche belastungen des budgets, steuerausfälle, etc.
6. und eigentlich nummer 1: durch die im konkursfall schlagend werdende landeshaftung von kärnten würden dort die lichter ausgehen und das budget der republik abstürzen - weil österreich dann nämlich ein paar mrd euro (und nicht 450 mio) zahlen müsste
Kann ich dir erklären: Die BayernLB hätte nachdem die Grawe und Kärntn nichts mitzuschiessen wollten die Hypo in den Konkurs schicken müssen. Die EU hat schon beim letzten Zuschuss durch die BayernLB die Augenbrauen hochgezogen - die Bayern hatten 10 Milliarden aus dem deutschen Bankenrettungsfond erhalten davon gingen 1 Milliarde an die Hypo - von den anderen Miteigentümern kamen Peanuts. Bei der Insolvenz wären erst einmal 19 Milliarden Landeshaftung zum tragen gekommen - also wegen Zahlungsunfähigkeit von Kärnten Restösterreich. Erst dannach die Eigner. Hier wieder mit mehr als 10% Kärnten wegen Zahlungsunfähigkeit der Bund.
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