Küchenbauer Braal ist pleite, über 100 Jobs weg

14. Dezember 2009, 16:12
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Knapp acht Millionen Euro Passiva

Linz - Über den Küchenproduzenten Braal GmbH mit Sitz in Pettenbach (Bezirk Kirchdorf) in Oberösterreich ist am Montag der Konkurs eröffnet worden. Wie der KSV am Nachmittag bekanntgab, betrugen die Passiva laut letzter Bilanz Ende 2008 knapp 8 Mio. Euro. Laut KSV dürften von der Pleite mindestens 100 Arbeitsplätze betroffen sein.

1999 war die damalige Firma Fred F. Braunesberger GmbH mit der Marke Braal Küchen in die Pleite geschlittert. Nun musste die Auffanggesellschaft Braal GmbH, die in Österreich über rund acht Prozent Marktanteil verfügt, nach zwei verlustreichen Jahren und vergeblichen Sanierungsbemühungen den Gang zum Konkursrichter antreten.

Der KSV erwartet in Kürze weitere Zahlen. Laut Unternehmenswebsite arbeiteten zuletzt rund 240 Mitarbeiter an drei Produktionsstandorten mit einer Gesamtproduktionsfläche von 22.000 Quadratmeter für Braal.

Zukunft ungewiss

Die Zukunft von Braal ist ungewiss. Wie der KSV in einer weiteren Aussendung mitteilte, soll der Betrieb bis zum Beginn des Weihnachtsurlaubes offen bleiben und Ware ausgeliefert werden. Wie es dann weitergeht, werde vom Ergebnis der Prüfung der wirtschaftlichen Lage durch den Masseverwalter abhängen. Laut KSV sind 141 Mitarbeiter und 150 Lieferanten vom Konkurs betroffen. Die Aktiva wurden mit rund 7 Mio. Euro im Fall einer Fortführung und 5,2 Mio. bei einer Zerschlagung angegeben, die Passiva mit 8,6 Mio. Euro.

Das Unternehmen hatte sein bisher umsatzstärkstes Jahr 2006 und seither mit stagnierenden Verkaufszahlen zu kämpfen. Die Liquidität habe sich, so der KSV, zunehmend angespannt gezeigt und sei mit den fälligen Weihnachtsgeldern endgültig zusammengebrochen, da keine weiteren Kredite mehr eingeräumt worden seien. Etwa 750.000 Euro wären benötigt worden. (APA)

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