Augmented Reality: Sehen wie ein Terminator

14. Dezember 2009, 15:46
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3D-Straßenkarten von Earthmine sollen genauer als Google Street View sein und bessere Anwendungen ermöglichen

Mit Augmented Reality-Apps werden Smartphone wie das iPhone oder Android-Handys zum mobilen Guide für interessante Orte der näheren Umgebung. Digitale Infos beispielsweise über ein nächstgelegenes Restaurant, einen Parkplatz, einen Fahrradweg oder sogar freie Wohnungen werden dabei über eine Umgebungskarte gelegt. Das Problem aktueller Apps ist jedoch, dass die Objekt-Tags oft irgendwo im virtuellen Raum schweben.

Genauer als Street View

Mit den 3D-Karten von Earthmine soll sich das laut Wired ändern. Die Developer Kits ermöglichen es, Anwendungen zu entwickeln bei denen die Tags in der 3D-Ansicht tatsächlich so an den Objekten "kleben", als ob man diese bereits damit aufgenommen hätte. Earthmine erstellt dreidimensionale Karten nach Google Street View-Vorbild, nimmt aber nach eigenen Angaben mehr Daten auf als Google auf - beispielsweise den Stand der Sonne. Jedes Pixel der 3D-Karte soll dabei einem realen Punkt in der Umgebung entsprechen. Entwickler können die dreidimensionalen Karten nutzen, um die Bilder von der Handy-Kamera damit abzustimmen. Die Kamera-Postion und -Orientierung könne auf wenige Zentimeter und einen Grad genau bestimmt werden. GPS sei wesentlich ungenauer.

Sehen wie ein Terminator

Mit Earthmine sollen Augmented Reality-Apps in Zukunft so echt aussehen wie man es aus "Terminator" kennt, versprechen die Entwickler. (Für alle, die die Filme nicht kennen: die Kampfroboter sehen alle möglichen Informationen zu Objekten und Personen sobald sie diese anblicken.) Neben Guides könnten Augmented Reality-Anwendungen aber auch für Werbung oder Spiele genutzt werden. Dazu müssen die virtuellen Infos am Handy-Display jedoch exakt an der Stelle platziert sein, an der sie vorgesehen sind. Eine der ersten Anwendungen mit Earthmines 3D-Karten soll voraussichtlich vom US-Unternehmen Metaio kommen und in den kommenden Monaten veröffentlicht werden. Wie so eine Anwendung aussehen könnte, zeigt ein Video von Metaio. (red)

 

  • Mit Augmented Reality lassen sich beispielsweise auch Wände  virtuell Besprühen wie in der Wild Stile City-App von Earthmine - Voraussetzung ist, dass die virtuellen Objekte nicht in der Gegen "herumschweben"  
    foto: earthmine

    Mit Augmented Reality lassen sich beispielsweise auch Wände  virtuell Besprühen wie in der Wild Stile City-App von Earthmine - Voraussetzung ist, dass die virtuellen Objekte nicht in der Gegen "herumschweben"  

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