Nachlese

Kampusch im Interview: "Viel Missgunst und Neid in Österreich"

14. Dezember 2009, 15:03

Die 21-Jährige plant erstmals Treffen mit Mutter ihres Entführers - Dokumentation über Gefangenschaft im ARD

Hamburg - Natascha Kampusch ist am Montag bei einer Pressekonferenz in Deutschland mit ihrer Heimat ins Gericht gegangen: In Österreich schlage ihr viel Missgunst und Aggressivität entgegen, die Medien seien penetrant, meinte das 21-jährige Entführungsopfer in Hamburg bei der Vorstellung einer TV- Dokumentation über ihre achtjährige Gefangenschaft in einem Verlies. Andere zu kritisieren und schlecht zu machen, "das ist so eine Wiener Mentalität", so Kampusch.

"Ein österreichischer Journalist hätte gleich etwas Unangenehmes, Intimes gefragt", im Unterschied zur recht ruhigen und geordneten Pressekonferenz in Hamburg, betonte Kampusch. Trotz der Vorwürfe betonte die 21-Jährige weiter in Österreich leben zu wollen: "Wien ist meine Heimatstadt." Die vorgestellte Dokumentation "Natascha Kampusch - 3.096 Tage Gefangenschaft" ist 45 Minuten lang und wird am 25. Jänner 2010 um 21.00 Uhr im ARD gezeigt.

Treffen mit Priklopil-Mutter in nächsten zwei Monaten

Erstmals will Kampusch nun die Mutter ihres Entführers Wolfgang Priklopil treffen: "In den nächsten zwei Monaten soll ein Kontakt zustande kommen", erklärte die junge Frau. Jeder Mensch sollte auf eigenen Füßen stehen, so Kampusch zu Fragen nach ihren Eltern und Geschwistern: "Ich habe regelmäßigen Kontakt zu meiner Familie, aber nicht zu eng."

Knapp dreieinhalb Jahre nach ihrer Flucht habe sie weiterhin große Probleme, ins normale Leben zurückzufinden. "Ich lebe ganz zurückgezogen und zeige mich kaum in der Öffentlichkeit", erzählte das Entführungsopfer. Auf die Frage nach Freunden, antwortete sie: "Das ist natürlich auch sehr schwer." Sie habe ja keine normale Sozialisation gehabt, in der sie Freundschaften aufbauen hätte können, aber: "Ich hab' schon fast so Leute, die man als Freunde bezeichnen könnte, gewonnen."

Noch bis zum Ende des Jahres möchte Kampusch nach eigenen Angaben ihren Pflichtschulabschluss erlangen. Sie wünsche sich derzeit nichts mehr, als ein "normales Leben" führen zu können. "Ich habe offen gestanden gar keine Ahnung, wie sich mein Leben weiter gestalten wird", meinte die 21-Jährige im Hinblick auf ihre berufliche Zukunft. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 123
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living reef
52
30.6.2010, 21:04
"Viel Missgunst und Neid in Österreich"

sie sollte vielleicht einmal darüber nachdenken wodurch die anfänglich große meist echte anteilnahme an ihrem schicksal ins negative gekippt ist und mittlerweile die erwähnung des names kampusch allein schon gewisses verdauungssausen und übelkeit hervorruft....

Settembrini
20
14.11.2011, 19:07
Danke!

Danke für Ihr Posting, danke.

hulkjr
02
gegen priklopil

wurde von nachbarin anzeige erstattet weil er kleintiere angeschossen hatte und ihnen beim verenden zusah. bekanntermassen ein hinweis auf gewaltäter in bezug auf frauen. niemand ist dem nachgegangen. der keller hat sich auch nicht in einer nacht erbaut. priklopil eine LEBENSKRISE nachzusagen ist ein EUPHEMISMUS höchster güte. eine lang vorbereitete entführung (kellerbau!!) spricht nicht für eine lebenskrise sondern für einen überlegt handelnden straftäter.

Allt sem ég fæ í dag, farið burt á morgun..
57

...schön langsam wird mir diese frau unheimlich (und nervig)

Chocoholic
21
Warum wird sie Ihnen nervig?

schnitzelland abgebrannt
67
24.12.2009, 17:49

ich sag nur: €€€ kling kling €€€

Chocoholic
23
Richtig. Es ist unglaublich, dass es den oesterreichischen Medien hier nur ums Geld geht.

Und sie jede noch so hirnrissige Aussage veroeffentlichen, ohne Ruecksicht darauf, wie es dem im Keller eingesperrten und jahrelange entfuehrten Opfer dabei geht!

friedrich wilhelm voigt
12

ja muß das herrlich sein, sobald bissl geld da ist, hat man ja keine anderen sorgen mehr!

wolfgang petri
08
23.12.2009, 12:57
"Viel Missgunst und Neid in Österreich"

Frau K. hat den Österreicher sehr gut erkannt. es gibt aber auch den netten, freundlichen und wohlwollenden Österreicher.
Ich hoffe für sie, dass sie diese Art von Österreichern auch kennen lernen wird.

aners
1215
19.12.2009, 14:11
wenn sie ein normales leben will

dann sollte sie keine press-konferenzen, bücher, sendungen und talk-shows machen

Chocoholic
57
1. Sie kann gar kein normales Leben fuehren,

Herr Adamovic und andere, die sich an weiterer Erniedrigung vom Opfer begeilen, lassen es ohnehin nicht zu.

2. Ihrer Ansicht nach sollte Sie also alle einfach so ueber sie reden lassen, wie die wollen, veroeffentlichen, was sie wollen, ohne dass sie sich rechtfertigen darf? Was ist das fuer eine perverse Einstellung?

3. Was wuerden Sie an Ihrer Stelle tun? Wie gesagt: ein paar Jaerchen entfuehrt, missbraucht, versklavt, dann endlich gelingt eine Flucht und die ganze Welt zeigt ihr, wie sie mit Opfern umzugehen pflegt.... Was wuerden Sie an ihrer Stelle tun? Soll sie sich gleich umbringen?

graeslein
 
24
26.12.2009, 14:25



Wieso denn nicht? legitimiert die Öffentlichkeitsarbeit von Schauspielern, Politikern, Nachrichtensprechern, Journalisten, Wissenschaftlern usw den Mob, über diese Leute unqualifizierte Äußerungen zu machen?

Seltsame Idee.

suboptimal
 
49
22.12.2009, 12:53
aha. Der allererste, der nach ihrer Flucht blitzschnell vom Versager zum "Hauptzeugen" gegen die Mutter

mutiert ist, war WER genau?
"Max Edelbacher, ehemaliger oberster Ermittler der Polizeigruppe, die sich um den Fall kümmerte, ist der KRONZEUGE der beiden Journalisten Michael Leidig und Allan Hill, die den Fall Kampusch in einer ersten, unauthorisierten Biografie aufrollen. ... Edelbacher glaubt sogar, dass bereits die zehnjährige Natascha Kampusch missbraucht worden war. ... Rückblickend bemängelt ER (der Chefermittler) insbesondere die Fahndungsmethoden" .... hahaha

Girl in the Cellar. The Natascha Kampusch Story - 30. November 2006

Diese Buch voller Lügen hat Frau Kampusch in Österreich verbieten lassen, das war dann so eine Art "Widerstand" gegen die Staatsgewalt, der seither furchtbar geahndet wurde.

dieStimmeAUSdemHintergrunD
26
23.12.2009, 22:28
nicht nur das,

wenn sie recht haben dann habe sie recht @ suboptimal

elfriede nek-jeli
410
18.12.2009, 17:21
da hat sie wohl recht

ausserdem verhält sie sich eben nicht, oder besser gott lob, nicht wie ein armes opfer und das sieht man nicht so gerne.

living reef
116
18.12.2009, 11:59
"Viel Missgunst und Neid in Österreich"

wie mann/frau in den wald hineinruft so schallt es retour. die junge dame hat sich eine zeitlang doch ziemlich naiv benommen und kommentare von sich gegeben, die nicht wirklich ewiges opfermitleid bewirkten....es gibt mittlerweile mlöglicherweise nicht wenige menschen, die beim erwähnen des namens kampusch alle möglichen zustände bekommen...

immun
39
25.12.2009, 17:01
Verkehrung der Täter-Opfer-Beziehung ...

... hat in Österreich bereits Methode. Warum sollte das plötzlich in der Kampusch-Causa anders sein?

Auch ein nicht in sozialer Deprivation groß gewordener Mensch schwebt -sobald er ins mediale Rampenlicht gerät - in der Gefahr sich in einer unkontrollierbaren Medienmachenerie zu verlieren. Wer sich mit der Berichterstattung in der K-Causa nur auseinander setzt um sich über ihren"unprofessionelle" Performance zu echauffieren und ihr ihren Opferstatus abzusprechen, dem magelt es nicht nur an alternativen Ideen die eigene Freizeit sinnvoll zu gestalten.

fibiundchillie
48
16.12.2009, 11:25

wenn jedesmal, wenn irgendein wurstel (zB dieser teilentmündigte Deutsche, der angeblich filme im netz gefunden hat) in den medien ver-wurstelt wird, kocht das die gschicht neu auf und beschädigt damit NKs Versuche, sich in ein normales österreichisches leben einzugewöhnen. dem aspekt juristisch-kriminologsicher klärung des falles ist offensichtlich damit nicht gedient. zumindest bisher nicht. dafür bellen die boulevard-hyänen. auch im forum bellt und hyänt es, bedauerlich.

h l
63
15.12.2009, 20:44
jaja...

Die anderen Kellerkinder – jene des Josef F. aus Amstetten – haben einen anderen Weg gewählt: den in die Anonymität. Das bringt weniger Publicity – aber dafür mehr Frieden.

suboptimal
 
512
16.12.2009, 09:56
Die verwirrte Presse-Tante, deren "Kellerkinder"-Sager Sie hier zitieren,

maßt sich an alles über "Kellerkinder" und den "Frieden" einer neuen Identität zu wissen.

Anscheinend selber hinter den Mistkübeln aufgewachsen, aber völlig deplatziert ausflippen, weil das aufmüpfige "Kellerkind" Kampusch sich nicht so verhält wie "die anderen Kellerkinder".
*höhn*

Ein Minimum an RESPEKT sollte man Verbrechensopfern entgegenbringen und sie nicht zu "Kellerkindern" degradieren, die ihre Pappe halten und sich verstecken sollen, wenn sie nicht belästigt werden wollen.

Journalisten sind Meinungsbildner. Diese verantwortungslose Schmierenjournalistin ist der beste Beweis dafür, dass Frau Kampusch Recht hat, wenn sie unsere Medien kritisiert.

suboptimal
 
510
15.12.2009, 20:20
Auch bei einer neuen Identität ist der Preis sehr hoch.

Wir nehmen dem Opfer, wenn man sagt, es soll verborgen bleiben, es soll seine Identität wechseln, die Gelegenheit, seine Geschichte zu erzählen. Es soll sich wegen seiner Vergangenheit fernhalten von uns und nicht Teil von uns werden dürfen – sonst finden es nämlich die bösen Medien und zerfleischen es.

Einmal Keller – immer Keller? Das täte euch so passen.
Ziemlich kranke Vorstellung, dass das für die Opfer und ihre Traumabewältigung gut sein soll. Ist es nicht. Opfer wollen und müssen sich aus der Opferrolle lösen. Wie und ob ihnen das gelingt, haben wir nicht zu bewerten.

fibiundchillie
00
16.12.2009, 11:28
Das täte euch so passen.

ja, für soviel schlechte nachred, wie nk frei haus bekommt, müssen andere lang arbeiten...
ich glaube (glaube!), daß nk´s seltsame Ausdrucks- und Sprechweise die leut sehr irritiert.
dieses-hm, gschraubte? - ihrer ausdrucksweise kann die breite öffentlichkeit nciht einordnen.
armes mädel.

>/__)-(__\<
63
15.12.2009, 09:42
Wer

das Licht sucht wird auch Schatten finden.

elfriede nek-jeli
00
18.12.2009, 17:24
so wie wir alle ...

auch wenn wir dem licht näher, der schatten holt uns immer wieder ein.

NotDarkYet
610
15.12.2009, 12:15
Sie dummer, dummer Mensch!

Glauben Sie Fr. Kampusch wollte entführt werden?
Welche Chance hatte sie denn, nicht im Licht zu stehen?

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