Citigroup zahlt US-Regierungshilfen zurück

14. Dezember 2009, 14:03
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Nach der Bank of America ist nun ein weiteres US-Kreditinstitut auf dem Weg, sich aus der Umklam%shy;merung des Staates zu lösen

New York - Die Citigroup hat sich mit der US-Regierung auf die Rückzahlung milliardenschwerer Staatshilfen geeinigt. Das ehemals weltgrößte Geldhaus kündigte am Montag eine Kapitalerhöhung im Volumen von 17 Mrd. Dollar (11,52 Mrd. Euro) an, um das sogenannte Tarp-Programm 2010 verlassen zu können. Das Institut wird nach eigenen Angaben damit insgesamt 3,1 Mrd. Dollar an Dividenden und Zinsen an die Regierung gezahlt haben.

Als Teil der Einigung wird das US-Finanzministerium Citigroup-Aktien im Wert von bis zu fünf Mrd. Dollar verkaufen. Die übrigen in staatlichem Besitz befindlichen Aktien will das Finanzministerium nach eigenen Angaben in den kommenden sechs bis zwölf Monaten verkaufen. An der Börse kam die Ankündigung zunächst nicht gut an: Die Citigroup-Aktie büßte vorbörslich rund zwei Prozent ihres Wertes ein.

Die US-Bank hat in mehreren Schritten insgesamt 45 Mrd. Dollar Hilfen aus dem staatlichen Rettungsprogramm Tarp erhalten. Im Zuge der letzten Tranche wandelte die Regierung 25 Mrd. Dollar in eine Aktienbeteiligung an der Bank um. Die Regierung hält knapp 34 Prozent an Citigroup. Dieser Anteil ist mittlerweile fast 30 Mrd. Dollar wert. Die Bank of America, derzeit größte US-Bank nach Vermögenswerten, hatte in der vergangenen Woche 45 Mrd. Dollar aus dem staatlichen Rettungstopf TARP zurückgezahlt.

Die Citigroup ist neben Wells Fargo eines der letzten großen Bankhäuser, das seine Schulden beim Staat noch nicht beglichen hat. Bereits im Sommer hatten Banken wie JPMorgan Chase, Morgan Stanley und Goldman Sachs Staatshilfen zurückgezahlt. (APA/Reuters)

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