EU-Bürger fürchten mehr Arbeitslosigkeit

14. Dezember 2009, 13:21
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Umfrage: Stabile Mehrheit der Österreicher zugunsten der EU

Brüssel - Die EU-Bürger rechnen mehrheitlich mit einer Verschlechterung am Arbeitsmarkt in den nächsten zwölf Monaten infolge der Wirtschaftskrise. Wie aus einer am Montag in Brüssel vorgestellten Eurobarometer-Umfrage im Auftrag der EU-Kommission hervorgeht, äußerten 40 Prozent der Befragten diese Einschätzung, nur 22 Prozent erwarten Verbesserungen. In Österreich ist die Erwartung optimistischer: 36 Prozent erwarten, dass es am Arbeitsmarkt bergauf geht, 26 Prozent rechnen mit Verschlechterungen.

Die wirtschaftliche Lage wird im Schnitt der EU-Bürger im eigenen Land besser als noch vor einem halben Jahr gesehen. Dennoch erwarten auch hier 31 Prozent der Befragten weitere Verschlechterungen. Nur 28 Prozent rechnen mit einer wirtschaftlichen Erholung binnen eines Jahres, die Mehrheit erwartet keine Änderungen. In Österreich rechnen immerhin 32 Prozent mit einer Verbesserung der Wirtschaftslage, 24 Prozent erwarten dagegen Verschlechterungen.

"Sorgen-Ranking"

Die Arbeitslosigkeit und die Wirtschaftskrise werden von der Mehrheit der EU-Bürger als dringlichste derzeitige Probleme gesehen, beide Themen wurden von 51 Prozent bzw. 40 Prozent der Befragten genannt. Ähnlich das Bild auch in Österreich: Hier ist für 43 Prozent die Arbeitslosigkeit das wichtigste Problem, gefolgt von der Wirtschaftslage (36 Prozent), der Teuerung (28 Prozent) und der Kriminalität (18 Prozent).

Vor diesem Hintergrund zeigt sich die Haltung der Österreicher gegenüber der EU weiter positiv stabil. Nach Ansicht von 42 Prozent der Österreicher ist die Mitgliedschaft ihres Landes in der Europäischen Union eine gute Sache, 46 Prozent sind von den Vorteilen der EU überzeugt. Mehr als ein Drittel (38 Prozent) der Österreicher sieht die EU-Mitgliedschaft indifferent, 18 Prozent sehen sie als eine schlechte Sache. Im Frühjahr hatten noch 41 Prozent der Österreicher die EU-Mitgliedschaft als gute Sache erachtet, Vorteile hatten damals noch 47 Prozent geortet.

Am populärsten ist die EU derzeit in den Niederlanden und in Irland, wo 74 Prozent bzw. 72 Prozent die Mitgliedschaft befürworten. In dem von der Wirtschaftskrise besonders schwer getroffenen Irland erwarten sich 81 Prozent der Bevölkerung Vorteile von der EU. (APA)

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