Gemeinden geht das Geld aus

14. Dezember 2009, 18:33
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    Gemeindebund-Präsident Helmut Mödlhammer: Den Kommunen drohen Sparpakete.

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Rechnungshof fordert Überprüfung ausgelagerter kommunaler Unternehmen

Wien - Ohne zusätzliche Einnahmen drohen ab 2010 Sparpakete in den Gemeinden, warnte am Montag Gemeindebund-Präsident Helmut Mödlhammer. Heuer stehen den 2357 Kommunen noch frei verfügbare Finanzmittel von 352 Millionen Euro zur Verfügung, hieß es bei der Präsentation des Gemeindefinanzberichts.

Nächstes Jahr drohe diese Maßzahl für den budgetären Handlungsspielraum der Gemeinden erstmals ins Minus zu rutschen - und zwar auf satte 289 Mio. Euro. Statt 200 könnten dann bis zu 600 Kommunen negativ bilanzieren. Betroffen sei vor allem der Osten, in den westlichen Bundesländern sei die Lage nicht ganz so dramatisch (siehe auch Grafik). Passiere nichts, müssten die Investitionen der Gemeinden zurückgeschraubt werden, was aber wiederum zu einem drastischen Verlust an Arbeitsplätzen führe. Gleichzeitig müssten wohl Gebühren und Abgaben erhöht werden, meinte Mödlhammer.

Er forderte daher ein Gemeinde-konjunkturpaket, eine Verwaltungsreform und einen Belastungsstopp für die Kommunen. Vor allem in den Bereichen Kinderbetreuung, Soziales und Gesundheit seien in den letzten Jahren immer mehr Aufgaben an die Gemeinden übertragen worden.

Rechnungshof-Präsident Josef Moser relativiert im Gespräch mit dem Standard aber die Zahlen des Gemeindebundes. Eine "verlässliche Aussage über die finanzielle Lage der Gemeinden" sei nicht möglich. Viele Gemeinden hätten ausgelagerte Unternehmen, die nicht im Gemeindehaushalt aufschienen. Das sei ein Grund, warum der Rechnungshof die Gemeinden verstärkt beraten und kontrollieren wolle. Nur so könne man die Angemessenheit von Geldflüssen vonseiten der Gemeinden und ihrer Unternehmen überprüfen.

Entspannt hat sich laut Mödlhammer das Spekulationsproblem mancher Gemeinden. Im Vorjahr war man noch von Verlusten von 50 Mio. Euro durch riskante Geschäfte ausgegangen. Wegen der verbesserten Börsensituation habe sich das Risiko mittlerweile auf rund zehn Mio. reduziert. (go, DER STANDARD, Printausgabe, 15.12.2009)

Link:

www.kommunalnet.at

Die Zuteilung der Ertragsanteile erfolgt 2009 erstmals auf Basis der Bevölkerungsstatistik der Statistik Austria. Davon betroffen sind vor allem Gemeinden mit Bevölkerungsfluktuation. Erstmals steht dazu auf der Intranet-Plattform der Gemeinden www.kommunalnet.at ein Prognosetool für die Gemeinden zur Verfügung. Mit diesem Finanzinformationssystem können die Gemeinden die Prognose für die Ertragsanteile abrufen und ihre Budgets danach planen.

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Posting 1 bis 25 von 80
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Ingrimm
00
16.12.2009, 20:06

Dann sollens mal sparen und nicht jedem Kumpel sinnlose Aufträge zuschanzen.

Peter_23
00
16.12.2009, 16:25
Sind doch nur lächerliche wenige Millionen

Wenn der hoch geschätzte Hr. Pröll so einfach einige 1000 Millionen für bankrotte und angeblich so systemwichtige Banken wie HGAA locker machen kann, dann sollten doch die 300 Millionen Euro für ein paar Gemeiden doch wirklich kein Problem sein.

Motto: Es gibt immer genug Geld. Fragt sich nur für wem oder was.

Ich bin der Meinung...
00
19.12.2009, 13:11
Sehe ich auch so

Schließlich sind Gemeinden bestimmt viel Systemwichtiger als eine marode Bank!

Franzi Sobotka
00
16.12.2009, 10:24
Schon beeindruckend, die Kurve nach unten

Wie lange wollen wir uns denn noch einreden dass eh alles leiwaund bleibt?

less talk more rock
01
15.12.2009, 14:39
LH Pröll abschaffen!

che_guevara2
01
15.12.2009, 14:19

dazu kann man nur mehr eines sagen...

die geister die ich rief...

Michael Holzermayr2
02
15.12.2009, 12:03
Wenn Gemeinden in der Hochkonjunktur

nicht mit dem Geld auskommen, wie sollen sie es in der Rezession?
Die gehören in den Kompetenzen beschnitten, und da der Fisch am Kopf zu stinken beginnt, sollte das Sparen beim Gemeindebund beginnen, nämlich mit dessen Auflösung.

LL MM
00
16.12.2009, 00:02

Wenn Sie denjenigen, die Schulden machen, die Kompetenzen beschneiden wollen, dann müssen Sie zuerst beim Bund anfangen.

Dann dürfte ein Minister nicht einmal einen Bleistift kaufen dürfen.

Roter Baron
04
15.12.2009, 11:53
schluss mit dem föderalismus

diesne absurden luxus aus den 30er jahren
können wir uns schon lang nimmer leisten !
abgesehen davon
wär ohne ihm
die hypo- und kärnten-pleite
wohl kaum so passiert.


roter baron

Ich bin der Meinung...
00
19.12.2009, 13:14
Das Problem am Föderalismus ist

dass es zu viele gibt, die mit beiden Händern Geld ausgeben möchten. Vom Bürgermeister über den Bezirkshauptmann hin zum Landeshauptmann.

Und kein einziger davon muss ich auch nur einen Deut darum scheren wo und wie das Geld wieder reinkommt.

Also wenn: Ausgeben und in zumindest gleichem Maße Einnehmen. Oder nix von Beiden.

Den Erwin Pröll schau ich mir dann an, der mit Häupl um die niedrigsten Landessteuersätze rittert, statt nur Feste und Bauabschnitte zu eröffnen....

:-)

Walter Scholz
00
15.12.2009, 11:25
Des Kaisers neue Kleider

Jetzt wird sichtbar, daß viele Kommunen auf Pump gelebt haben. Das hinderte sie freilich nicht daran, so zu tun als hätten sie das Geld.
Was Kaiser Jörg - Friede seiner Asche - in seinem Reich recht war, kann anderen Fürsten auch nur billig sein. Bekanntlich will man dem anderen nicht nachstehen. Die niederösterreichischen Kommunen haben doch angeblich auch so profitabel gewirtschaftet. Naja. Die Raika hält sich verschämt zurück, Erwin muß Landesfürst bleiben und der Landesteppich, unter den fleißig gekehrt wurde, beginnt unangenehme Blasen zu werfen. Platzen werden diese wohl kaum. Weihnachtsmann Josef gräbt schon Staatslöcher und füllt den Aushub in Säcke. Da wird doch für den Onkel wohl auch einer dabei sein.

Jan Nesbeda
20
15.12.2009, 11:56
Wer hat da gepumpt?

Natürlich haben die Kommunen auf Pump gelebt, immer schon. Weil sie keine Gemeindesteuern einheben können, die sie selbst so beschließen. Genauer: die Gemeinden heben bei den von den Ländern vorgegebenen Abgaben den Höchstsatz ein, weil sie sonst keine Zuschüsse vom Land erhalten.
Und jetzt, seit Maastricht, gibts weniger Zuschüsse, weil die Länder ja Überschüsse erwirtschaften müssen, damit sichs mit dem Bundesdefizit auf den guten Morgen des Herrn Grasser ausgeht.
Maastricht wird auf dem Rücken der Gemeinden erreicht (wenns erreicht wird). Und der Bund lebt auf Pump.
So schauts aus.

LL MM
10
16.12.2009, 00:05

Das will hier halt keiner hören.

Nach Meinung vieler Poster müsste man am Land alles Mögliche zusammenstreichen und zusammenlegen und in Wien soll natürlich alles so bleiben, wie es ist.

Zinnmo
 
00
15.12.2009, 11:09

Die Aussage Mödlhammers "Kinderbetreuung gesamt an die Gemeinden, Sozialhilfen gesamt an die Länder und Spitalswesen gesamt zum Bund" klingt überraschenderweise nicht so schlecht. Das wäre wirklich eine sinnvolle Lastenverteilung. Ich persönlich hätte die Sozialhilfe zwar auch zum Bund gegeben, aber im Prinzip...

verleih nix
01
15.12.2009, 10:27
ja, die botschaft 'wir haben mächtig über unsere verhältnisse gelebt' ist nicht so leicht rübergebracht!

Ich bin der Meinung...
00
19.12.2009, 13:16
Niemand hat ÜBER die Verhältnisse gelebt

aber alle haben UNTER jeder Sau gewirtschaftet.

franz der freie
 
00
15.12.2009, 10:22
das fehlende geld können die bürgermeister bei der örtlichen raika abholen:

dort haben sie es ja zur " anlage" hingetragen. man sollte einmal fragen, was aus den cdo, cds , abs usw geworden ist. vielleicht haben die werten bürgermeister den sinn der geldanlage aber nicht ganz verstanden>> ein vorgezogenes bankenselbstrettungsprogramm.

Seria
01
15.12.2009, 09:40

es gibt keinen Grund warum Gemeinden wirtschaftlich anders handeln sollten als ein Betrieb entsprechender Größe. Wenn sie es nicht können müssen die verantwortlichen Mandatare zur Rechenschaft gezogen werden

leo lander
01
15.12.2009, 08:05
solange Gemeinden Geld haben um 100.000e Euro

in der Erde zu vergraben, weil 3 abgelegene Senkgruben, früher haben 30 Kühe reingemacht, heute 3 Menschen, "anzuschlissen", kann es nicht so arg sein.

Luigi Bunt
02
15.12.2009, 07:19
die sozialpopulisten können krachen gehen.

das ist die gerechte strafe.

Systemposter
00
15.12.2009, 04:52

lächerliches politisches kleinstgewerbe - jetzt fällt es uns allen auf den kopf.

ich finde keinen namen
58
14.12.2009, 22:57
der witzige weg der ÖVP

führt nur in hohe verschuldung...
überall fehlt das geld, weil ÖVP nicht wirtschaften kann....

itavalda
01
15.12.2009, 07:32

Das ist doch keine Verschuldung das ist nur
kreative Finanzgebarung.
Interessant wird es wenn in OÖ die ganzen
"Vereine " und KG`s die Schulumbauten , Infrastrukturprojekte finanziert haben in
Luft fliegen.

LT81
00
15.12.2009, 01:44
jop....

so ist das, die menschen sehen es nur ned. kann auch sein dass wir das nicht verstehen, ich glaubs aber ned. wäre schade, meine ausbildung war doch nicht billig.

krosser pruter
00
14.12.2009, 22:20
landflucht, jetzt!

öha, eine stadt ist ja auch eine gemeinde, aber da ist es viel leichter, was kriminelles zum machen.
brasilianische verhältnisse. aber es is ja bald wieder fasching. und dann ist alles vergessen.

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