Wirtschaftskammer prüft Computerhändler "auf Bits und Bytes"

14. Dezember 2009, 13:12
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Gütesiegel in Kooperation mit geizhals.at soll Vorteile von Geschäftslokalen als Ergänzung zum Internet hervorstreichen

Unter dem Motto "Geprüft auf Bits und Bytes" verleiht die Wirtschaftskammer Oberösterreich seit kurzem in Kooperation mit geizhals.at ein Gütesiegel an Computer- und Büromaschinenhändler. Man wolle damit die Vorteile von Geschäftslokalen als Ergänzung zum Internet hervorstreichen, erklärte der zuständige Sprecher Christian Hener in einer Pressekonferenz am Montag in Linz. Laut einer Studie der Wirtschaftsuniversität Wien im Auftrag von geizhals.at bestellen 52,5 Prozent der Konsumenten der Internetplattform online und kaufen im Ladengeschäft.

Umsatz

Die Händler würden immer mehr Umsatz im Internet erwirtschaften, so Hener. Es mache aber einen großen Unterschied, ob der Handel quasi vom Wohnzimmer aus ohne Lager oder in einem eigenen Geschäft betrieben werde. Mit dem Gütesiegel solle vor allem auf vorhandene zugängliche Verkaufsräumlichkeiten aufmerksam gemacht werden, sagte Hener. Betriebe, die sich "geprüft" nennen dürfen, müssen zudem u.a. im Fall eines Lieferverzugs Geld rückerstatten, eine fachgerechte Beratung anbieten, Produkte gegen Entgelt zustellen und installieren sowie Gewährleistungs- und Garantiefälle abwickeln.

Deckungsbeitrag liege zwischen 3 und 5 Prozent

Sechs der insgesamt rund 560 oberösterreichischen Computerhändler würden das Siegel, das seit wenigen Tagen beworben werde, derzeit führen, berichtete Gremialgeschäftsführer Dieter Wurzer. Er geht davon aus, dass man in den kommenden 12 Monaten knapp 100 Betriebe dafür gewinnen wird. In Frage komme nur ein Viertel der Händler, da der Rest aus dem Business-to-Business-Bereich stamme. Eine Ausweitung auf ganz Österreich ist geplant. Hener machte darauf aufmerksam, dass der Umsatz im Computerfachhandel im Vergleich zum Vorjahr stagniere, der Deckungsbeitrag liege zwischen 3 und 5 Prozent.

Mehr als 2.000 Händler setzen auf geizhals.at nach Angaben der Internetplattform jährlich über 1,5 Mrd. Euro um. Insgesamt 16 Mio. Preise werden verwaltet und stündlich aktualisiert. Mehr als die Hälfte der User sei zwischen 20 und 40 Jahre alt, berichtete Sprecherin Vera Pesata. Da der Schwerpunkt bei Hardware liege, seien 80 Prozent der Benutzer männlich. "Wir arbeiten daran, unsere weibliche User-Anzahl zu erhöhen", so Pesata.(APA)

 

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