Datendiebstahl und -verlust nimmt weltweit zu

14. Dezember 2009, 12:23
posten

Schwachstelle sind Unternehmensmitarbeiter, die Notebooks oder USB-Sticks verlieren

Die Fälle von elektronischem Datendiebstahl oder -verlust nehmen weltweit stark zu. Laut einer aktuellen Analyse des Beratungsunternehmen KPMG hat sich die Zahl der Betroffenen "in den vergangenen drei Jahren mehr als verdoppelt." Schwachstelle sind Unternehmensmitarbeiter, die Notebooks oder USB-Sticks verlieren. Aber auch kriminelle Machenschaften wie Spionage spielen eine Rolle.

KPMG Data Loss Barometers

In jedem fünften Fall ist Diebstahl oder Verlust eines Computers die Hauptursache für das Abhandenkommen von Daten. Weitere Gründe sind laut dem jüngsten "KPMG Data Loss Barometers": Netzwerke und das Internet (14 Prozent), menschliches Versagen (zwölf Prozent), unsachgemäße Entsorgung (zwölf Prozent), Hacker (elf Prozent) sowie kriminelle Insider (elf Prozent). Weltweit ist die Zahl der Betroffenen seit dem Jahr 2005 auf 700 Millionen Menschen angewachsen.

Seit 2005 erscheint die Studie in halbjährlichen Abständen, eigene Daten aus Österreich weist der Report allerdings nicht aus. Die Zahlen lassen sich aber zu 85 Prozent mit jenen in Österreich vergleichen.

"Computer-Kids"

Weitere Ergebnisse: Die Zahl der von Hacking Betroffenen ist zwischen Jänner und Juni 2009 um acht Prozent gestiegen. Zurückzuführen sei das auf wachsende Fälle an Wirtschaftsspionage, vor allem in Asien. Aber auch auf "sogenannte Computer-Kids", die sich Zugang zu fremden Daten verschaffen. Jeder vierte Vorfall im 1. Halbjahr 2009 betraf Regierungen und ihre Einrichtungen.

Eine Erklärung für den generell starken Anstieg an Datendiebstählen und -verlusten sieht KPMG einerseits darin, dass die Leute sensibler im Umgang mit ihren Daten werden, andererseits aber immer mehr Informationen elektronisch gehalten werden. (APA)

 

Share if you care.