Tiroler Hypo-AR rechnet mit 60 Millionen

14. Dezember 2009, 11:19
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NB-Bericht voraussichtlich Anfang Jänner

Innsbruck - Vor der für morgen, Dienstag, "routinemäßig" angesetzten Aufsichtsratssitzung der Tiroler Landeshypothekenbank rechnet AR-Vorsitzender Helmut Mader mit "möglicherweise 60 Mio. Euro", die wertberichtigt werden könnten. Eine endgültige Zahl werde erst nach Vorliegen der Nationalbank-Prüfung Anfang Jänner vorliegen. Die Nachfolge nach dem überraschenden Abgang von Hypobank-Chef Hannes Gruber soll voraussichtlich Ende Jänner im Zuge einer Ausschreibung geregelt werden. Dabei sei der Eigentümer am Zug, sagte Mader am Montag zur APA.

In der Wertberichtigungssumme sei unter anderem die in Bayern erfolgte umstrittene Kreditvergabe enthalten, bei der 21 Mio. Euro an die deutsche Solarfirma M-Solar offenbar ohne entsprechende Sicherheiten überwiesen worden waren. Insgesamt handle es sich um eine Risikovorsorge. Niemand wisse heute, was dabei wirklich schlagend werde, betonte Mader. Unter anderem seien die Untersuchungen der deutschen Justiz in dem Betrugsfall im Laufen.

Positives Ergebnis erwartet

Trotz der Wertberichtigungen werde die Bank im April ein positives Ergebnis vorlegen. Mader, der im Frühjahr 2010 seine Funktion auslaufen lassen will, nannte dabei eine Summe von 5 Mio. Euro. 2008 war das EGT der Tiroler Hypo um die Hälfte eingebrochen. Es sank von 34,8 Mio. im Jahr 2007 auf 16,7 Mio..

Mader berichtete von Gesprächen, die er auf Eigentümerwunsch mit allen Landtagsparteien geführt habe. Diese Gespräche seien "sachlich und vernünftig" gewesen. Durch die zusätzlich angeordneten externen Prüfungen sei die Landesbank "gescannt" worden. Diese Informationen seien auch den Parteien weitergegeben worden. "Alle" würden sich weiter eine stabile Landesbank wünschen.

Bei der Sitzung am Dienstag stünden routinemäßige Berichte auf der Tagesordnung. Derartige Sitzungen fänden fünfmal pro Jahr statt. Die Vorstandsablöse sei bereits Thema in der außerordentlichen Sitzung gewesen. Für den Vorstand gebe es bereits den Auftrag, organisatorische Mängel zu beheben, um etwa Ausfälle wie jenen in Bayern in Zukunft zu verhindern. Diese Verbesserungsvorschläge sollen bis Februar vorliegen. (APA)

 

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