Zweithöchste Armutsquote in Österreich

14. Dezember 2009, 11:04
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Die Kärntner Grünen fordern eine Mindestsicherung von 958 Euro pro Monat

Neben ihren jeweiligen Miseren mit den Landesbanken (Bank Burgenland und Hypo Alpe Adria vor wenigen Tagen) haben Kärnten und das Burgenland noch etwas gemein: Sie liegen gleichauf mit der zweithöchsten Armutsgefährdungsquote nach Wien. Ein Grund für die Kärntner Grünen mit dem Erscheinen des "Armuts- und Reichtumsbericht 2009" auf die Ungleichheiten des sozialen Systems hinzuweisen.

"Wir setzen uns dafür ein, dass das Geld nicht bei den Banken, sondern bei den Menschen landet", sagte Barbara Lesjak, Landtagsabgeordnete der Grünen in Kärnten. Zumindest käme das, nach dem eben beschlossenen Milliardenzuschuss für die Hypo, vergleichsweise billig.

958 Euro Mindestsicherung

So fordern die Grünen eine Mindestsicherung die sich an der Armutsgefährdungsschwelle von 958 Euro orientiert, eine Erhöhung und Ausweitung der Wohnbauhilfe und des Heizkostenzuschusses. In Kärnten sind 76.000 Menschen oder 14 Prozent der Bevölkerung armutsgefährdet.

Zugenommen hat dabei vor allem die Armutsgefährdung in erwerbstätigen Haushalten. 15 Prozent der Erwerbstätigen hatten weniger als 1.000 Euro brutto Einkommen - 28.000 konnten als so genannte "working poor" klassifiziert werden. Außerdem sind in Kärnten die Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen deutlich größer als in anderen Bundesländern. (red, derStandard.at, 14.12.2009)

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    In Kärnten sind 76.000 Menschen oder 14 Prozent der Bevölkerung armutsgefährdet.

  • Der "Armuts- und Reichtumsberich 2009" zum Nachlesen:

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