Angriff auf Kontrollpunkte: 16 Polizisten getötet

14. Dezember 2009, 14:31
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Aufständische auch in Nordost-Provinz Baghlan zunehmend aktiv

Kabul - Taliban-Kämpfer haben am Montag im Norden von Afghanistan insgesamt 16 Polizisten getötet. In der Provinz Baghlan überfielen Aufständische vor Morgengrauen einen Kontrollpunkt an einer Fernstraße. Dabei kamen acht Polizisten und zwei der Angreifer ums Leben. Fast zeitgleich wurde ein anderer Kontrollpunkt in Lashkar Gah, der Hauptstadt der südlichen Provinz Helmand, angegriffen. Auch diesem Überfall fielen nach Angaben des Innenministeriums in Kabul acht Polizisten zum Opfer.

In Baghlan war es der folgenschwerste Angriff auf Ordnungskräfte seit der US-geführten Invasion Ende 2001. Die Führung der im Aufbau befindliche afghanischen und die US-Armee haben sich wiederholt über den Mangel an Disziplin und die schlechte Ausbildung der afghanischen Polizei beschwert. Die an die Provinz Kunduz grenzende Provinz Baghlan mit der Hauptstadt Pol-e-Khomri, etwa 60 Kilometer südlich der Stadt Kunduz, galt als relativ ruhig, doch haben auch dort die Taliban in den vergangenen Monaten ihr Aktionsgebiet kontinuierlich erweitert.

Am Vortag hatten Soldaten der NATO und der afghanischen Armee im Osten fünf Aufständische getötet. Der britische Premierminister Gordon Brown war zu einem unangekündigten Blitzbesuch in Afghanistan eingetroffen und hatte mit Präsident Hamid Karzai konferiert. Von dessen Regierung verlangte er ein stärkeres Engagement. (APA/AP/Reuters)

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