Präsidentenwahl in Chile

Konservativer Piñera muss in Stichwahl

14. Dezember 2009 13:07

Milliardär deutlich vor Ex-Präsident Frei - Linke weiter gespalten - Auslands-Chilenen fordern Wahlrecht

Der Volltext dieses auf Agenturmeldungen basierenden Artikels steht aus rechtlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung.
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Posting 1 bis 25 von 37
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pepitant
29.12.2009 14:39
Warum gibts überhaupt sowas

wie Auslandswahlrecht ?
Warum soll jemand, der selbst nicht betroffen ist, darüber abstimmen, von wem andere regiert werden ?
Wenn schon, dann eher umgekehrt: Wer rechtmäßig in welchem Land auch immer seinen Wohnsitz hat, soll dort auch wählen dürfen.

rigardi
04.01.2010 14:39
ach so

du meinst also die hätten sich alle den lustigen Pinochet geben sollen?

Malkaye
15.12.2009 14:10
"Auslandswahlrechts waren am Widerstand der Rechtsparteien gescheitert"

leute die etwas mehr von der welt gesehen und dementsprechend mehr horizont haben, können halt nicht konservativ wählen.

Manuel Eder, hinter mir die Sinnflut
15.12.2009 12:18

Ich habe auf Enriquez-Ominami für die Stichwahl gehofft. Nun ist es wohl eine Wahl zwischen kleinem und großem Übel. Wobei Frei hier wohl klar das kleinere ist.

ganz weit weg
14.12.2009 15:29

ein ueberraschend gut recherchierter artikel ...

-_-
14.12.2009 15:25
hoffentlich

unterstützen alle linken Kandidaten Frei in der 2. Runde

Calvin Coolidge, born on the 4th of July
 
14.12.2009 14:27
Alles Gute für Piñera!


Dem Land würde ein Wechsel sehr gut tun.
Obwohl die Chance auf einen wirklichen Wechsel im Jahre 2000 versäumt wurde, als Lagos hauchdünn gegen Lavín siegte - ewig schade drum.

LordNaz
14.12.2009 15:56

naja, nur nach dem Motto:
Lieber ein Piñera als ein Lavin in der Moneda.

Aber ein Wechsel wäre am ehesten wohl mit Enrique-Ominami gekommen

LordNaz
14.12.2009 15:58

natürlich habe ich Enríquez-Ominami gemeint ;)

Stifter
14.12.2009 13:19

Wenn schon, müsste man Frei als "konservativ" bezeichnen, Pinera hingegen als "weit rechts stehend". Aber einen rechten Christdemokraten als "linksstehend" und einen Pinochet-Anhänger als "konservativ" zu bezeichnen, ver-rückt das politische Spektrum doch einigermaßen...

ganz weit weg
14.12.2009 15:07

sie wissen aber schon, dass pinera 1988 GEGEN pinochet und fuer die demokratie gestimmt hat ...

also der war vor 20 jahren schon kein pinochet-anhaenger

Zinnmo
 
14.12.2009 15:24

Stimmt. Aber er wurde diesmal von den Parteigängern Pinochets unterstützt. Die Leute, die hinter ihm stehen sind stramm auf Pinochets Linie.

IG Architektur
14.12.2009 13:00
schlampige formulierung

frei als linksgerichtet zu bezeichnen ist ein echter blödsinn. oder würden sie das mit einem erwin oder josef pröll auch tun? das ist einfach ärgerlich und einer qualitätszeitung nicht würdig. der unterschied zwsichen frei und pinera ist in wirklichkeit gering. frei hat in seiner ersten amtsperiode unvergleichlich weniger bewirkt als sein nachfolger lagos und bachelet.

nickelodeon
 
14.12.2009 13:00
ñ que ñ

Piñera heisst der chilenische Berlusconi, Geld stinkt auch in Chile nicht, nach 20 Jahren concertación steht der Wechsel im Vordergrund und jedes demokratische Land bekommt die Regierung die es verdient. Was mich wundert ist, dass eine Zeitung wie der Standard das ñ nicht auf die Reihe kriegt, so exotisch ist dieser Buchstabe nun auch wieder nicht.

Redaktion International
14.12.2009 13:10
ñ

Sie haben völlig recht, danke!

Ernst Guevara
14.12.2009 10:51
chile hat wahrscheinlich das am wenigsten demokratische system in lateinamerika

laut NY times führt die undemokratische regelung der wählerregistrierung dazu, dass nur ca. 9% der 18-29-jährigen überhaupt registriert und daher wahlberechtigt sind. ein relikt aus der diktatur, denn wer sich einmal registrieren lässt, muss danach bei strafe immer zur wahl gehen, weshalb sich fast niemand registrieren lässt. dazu kommt das undemokratische wahlrecht, ebenfalls aus diktaturzeiten, das kleine parteien diskriminiert und andererseits parlamentarische mehrheiten behindert. michelle bachelet wollte diese regelungen kippen, scheiterte aber am widerstand der faschisten, die zu recht befürchten, dass ein demokratisches wahlrecht ihre privilegien beschränken könnte. auch MEO hatte angekündigt, das wahlrecht zu demokratisieren.

Thouts
14.12.2009 18:18
Ihr Pamphlet wurde offenbar nicht durchgestellt.

Ihre Quellenangaben sind das Papier nicht wert auf dem sie stehen. Und dann die taz als Zeuge ist wohl ein Witz. Dann Ihre Behauptung mit der Vermögensverteilung von China und Chile ist einfach lächerlich. Sie vergessen oder übersehen geflissentlich bei China die rd. 200 Mio. Wanderarbeiter und mindestens die gleiche Zahl Bauern, die über ein Einkommen von täglich unter einem Dollar verfügen, Samstag und Sonntag arbeiten müssen und im Alter von ihrem einen Kind miternährt werden müssen. China kennt keine REntenvrersicherung, im Gegens. zu Chile. Ihnen verstellt Ihre Ideologie die Fakten. Meine Angaben sind frei zugänglich und offizielle Zahlen der staatlichen CORPORATION DE FOMENTO DE LA PRODUCCION, der Planungsbehörde mit Sitz in Santiago

ganz weit weg
14.12.2009 15:12

na ja, die mitte-links concertacion ist ja schon seit 20 jahren an der macht und haette das aendern koennen ... find ich ein billiges argument sich da auf pinochet auszureden...

das waer ja so als haette .at heute noch unbeliebte hitler-gesetze ... und wuerde die schuld auf hitler schieben



Ernst Guevara
14.12.2009 16:25
na, ich hab doch geschrieben:

bachelet, und meines wissens auch schon lagos, hätten das schon längst geändert, aber sie scheiterten mit ihren initiativen an der blockade durch die faschisten im parlament, also UDI und RN. ich rede mich also mitnichten auf pinochet aus, aber seine anhänger im heutigen chile haben das zu verantworten, wie gesagt aus eigeninteresse, weil mehr demokratie auch weniger einfluss für die faschisten bedeuten würde.

ganz weit weg
14.12.2009 18:34

wenn die RN und UDI abgeordneten im parlament sitzen, dann, weil sie von den chilenen dorthingewaehlt wurden .

das eine ist was *ihnen* gefaellt, das andere was die chilenen wollen.

bleiben wir doch demokratisch hr revoluzzer, auch wenns nicht immer angenehm ist ;-)

Fanny Frey
14.12.2009 09:37
Na bestens.

Hauptsache kein linker Spinner.

byron sully
14.12.2009 01:55
immer wieder interessant,

wie der faschistische kandidat als "konservativ" verharmlost wird. wir reden hier nicht von einem bürgerlichen christdemokraten (der wäre nämlich der immer wieder als angeblich linker bezeichnete frei), sondern von einem kandidaten der pinochet-partei. insofern hat die stichwahl eigentlich was von der französischen präsidentschaftswahl 2002 (chirac vs. le pen). und ich hoffe, daß es allen demokratisch eingestellten menschen in chile klar ist, daß man bei so einer auswahl nur frei wählen kann (und hoffe, daß alle linken auch bereit sind, den christdemokraten zu wählen, um den faschisten zu verhindern).

Raptor Jesus
14.12.2009 17:31
Im Spiel Tropico (welches mit subtilem schwarzem Humor eine Bananenrepublik simuliert)...

konnte man als Werdegang "Gewählt als Reaktionär" wo man "Vorsteher einer erz-konservativer Partei" war, anwählen (Bonus bei Militaristen-Fraktion).
Als ich im nach Tipps suchte (die überwiegend im englischem vorhanden waren), sah ich unter Abteilung Werdegang "Votet as Fascist".
War klar, was es ersetzen konnte. Die Deutschen scheinen ein echtes Problem damit zu haben, den Teufel beim Namen zu nennen.

ganz weit weg
14.12.2009 15:20

nochmals zum langsam mitlesen .... pinera hat 88 GEGEN pinochet und fuer die demokratie gestimmt!

und er mag einem gefallen oder nicht, aber faschist ist er sicher keiner ... ich wuerd sogar sagen das er (und der grossteil der chilenischen rechten) wesentlich mehr im zentrum steht als die typen die da in .at rechtsaussen herumrennen.


auslaenderhatz, wehrsportuebungen und 3-bierbestellen sind hier zumindest kein thema.

Thouts
14.12.2009 09:57
Was gibt Ihnen die Berechtigung, den neuen Kanditaten......

von konservativ in faschisisch umzutaufen. Sie haben offensichtlich große Probleme, das Wort "faschistisch" überhaupt korrekt zu definieren.

Mir sind im Gegensatz zu Ihnen die Zustände in Chile gut bekannt, Mein Cousin arbeitet dort als Geologe.
Unter Lnks wurden wieder ökonomische Zustände erreicht, die man als abgewirtschaftet und desolat bezeichnen muss und seit Pinochet nicht mehr bekannt waren. Pinochet ist undiskutabel aufgrund seiner massiven Menschenrechtsverletzungen, aber in der Ökonomie hat er einen Weg der Prosperität eingeschlagen und das kam den Volk deutlich und merkbar zugute. Allein die Tatsache, dass Links demokratisch abgewäht wurde, sagt alles - doch für Sie zählt die persönliche Ideologie mehr als Demokratie.

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