Palästinenser biss Rabbiner in Hand

13. Dezember 2009, 21:41
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Attacke bei Chanukka-Feier am Stephansplatz

Wien - Ein Palästinenser attackierte am Samstagabend beim traditionellen Auftakt zum jüdischen Lichtfest Chanukka den Leiter der Wiener Lauder-Chabad-Schule. Die Polizei bestätigte Meldungen israelischer Medien, wonach der staatenlose Mann sich auf Rabbi Dov Gruzman stürzte und auf ihn einschlug. Als dieser sich zur Wehr setzte, verbiss sich der Mann in Gruzmans Finger und verursachte ihm laut Polizei "eine erhebliche Bisswunde". In israelischen Internet-Medien hieß es, er habe "Teile des Fingers abgetrennt".

Der Palästinenser wurde festgenommen, der Rabbi ins Spital eingeliefert, wo er sich den Medienberichten zufolge nach wie vor zur Beobachtung etwaiger Infektionen befindet. Dem Internetdienst "Voz Is Neiaz" (Jiddisch für "Was gibt es Neues") gab er aber bereits ein erstes Interview, indem er sich unerschütterlich zeigte: "Wir sind froh, dass so etwas passiert ist", meinte er gar. "Für Sonntag Abend haben wir deshalb die Anzahl der Sufganiot (traditionelle Süßspeise) von 50 auf 700 erhöht."

Das am Samstag begonnene achttägige jüdische Lichterfest "Chanukka" (hebräisch: Einweihung) erinnert an die Neuweihe des Tempels in Jerusalem im Jahre 165 vor der christlichen Zeitrechnung. Nach der Befreiung des Landes wollten die Juden ihren Tempel durch das Anzünden des alten achtarmigen Leuchters (Menora) neu weihen, der nach Glaubensvorschriften nie ausgehen darf. Der Legende nach fanden sie jedoch in einem Versteck nur ein kleines Kännchen geweihten Öls, das aber wie durch ein Wunder acht Tage lang in dem Leuchter brannte, bis neues Öl gewonnen wurde. Daran erinnert am Channuka-Fest das täglich fortschreitende Anzünden der Menora-Lichter. (APA)

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