Nur 57 Jobs durch neue Ich-AG-Förderung

13. Dezember 2009, 18:18
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Wien - Österreichs Ein-Personen-Unternehmen stellen sich vorerst nicht als großer Jobmotor heraus. Seit 1. September bekommen sie vom AMS eine Förderung, wenn sie einen ersten Mitarbeiter anstellen. Konkret bekommen sie bis zu ein Jahr lang 25 Prozent des bezahlten Bruttogehalts vom AMS zurück, wenn sie einen unter 30-Jährigen anstellen, der zuvor zumindest einen Monat arbeitslos war oder unmittelbar davor seinen Abschluss gemacht hat.

In den ersten dreieinhalb Monaten seit Inkrafttreten der Regelung gab es aber noch keine große Nachfrage nach dem neuen Förderinstrument. Zum Stichtag 10. Dezember gab es laut AMS 57 positiv erledigte Fälle. Weitere 55 Anträge wurden eingebracht und könnten demnächst genehmigt werden.

Bei Einführung des Projektes gab es große Erwartungen. Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) nannte als Ziel 3000 bis 5000 zusätzliche Beschäftigte. Vertreter der Jungen Wirtschaft erhofften sich sogar 10.000 neue Jobs. Zur Orientierung: Österreichweit gibt es rund 200.000 Ein-Personen-Unternehmen. Sie alle hätten also theoretisch Anspruch auf die Förderung. Im AMS heißt es, der Zuschuss für den ersten Mitarbeiter sei wohl noch nicht flächendeckend bekannt. (go, DER STANDARD; Print-Ausgabe, 14.12.2009)

 

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