Ein Zebra kämpft für freie Bildung

13. Dezember 2009, 12:56
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Aktion von Grazer Studenten am Einkaufs-Adventsamstag - Entscheidung über Freigabe des Audimax möglicherweise am Montag

Graz/Wien - Studierende der Uni Graz bedienen sich, außer Hörsäle zu besetzen, noch anderer Mittel, um auf die Misere im Bildungssystem aufmerksam zu machen. Den Rummel des Einkaufssamstags nutzend, verbreiteten sie als Zebra, Biene und Weihnachtsmann verkleidet ihre Botschaft in der Grazer Fußgängerzone. 

Die weihnachtliche Message

In Straßenbahnen spielten die Aktivisten "Stille Post", mit Botschaften wie "Freie Bildung ist ein Menschenrecht". Auch bei den Besetzern ging es besinnlich zu: "Ähnlich wie die Kommerzialisierung des Weihnachtsfestes wurde in den letzten 10 Jahren die Bildung ausverkauft. So wie wir heute zu Weihnachten kaum mehr Besinnung und Ruhe finden, so sind unsere Universitäten auch kaum mehr ein Ort für freie Bildung, wie es eigentlich sein sollte", sagte etwa eine Studentin.

Keine Entscheidung in Wien

Wie der Protest weiter gehen soll und ob die Besetzung im Wiener Audimax aufgegeben wird, darüber sind sich ihre Wiener Kollegen noch nicht einig. Am Montag wollen die Studierenden weiter debattieren. Die Besetzer hatten von Uni-Wien-Rektor Georg Winckler das Angebot bekommen, Büroräumlichkeiten zu beziehen und das Audimax für Vorlesungen wieder freizugeben. (mil, derStandard.at, 13. Dezember 2009)

  • Studenten der Uni Graz machen in der Grazer Fußgängerzone auf die Bildungsmisere aufmerksam.
    foto: unigrazgehoertuns

    Studenten der Uni Graz machen in der Grazer Fußgängerzone auf die Bildungsmisere aufmerksam.

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