Auch gegen Deutschland knapp dran

13. Dezember 2009, 12:59
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Österreicherinnen unterlagen in Hauptrunde 26:29 - Teamchef Müller: "Fühlt sich nicht wie Niederlage an"

Yangzhou/China - Das österreichische Handball-Nationalteam der Frauen hat am Sonntag auch das zweite Spiel der WM-Hauptrunde in China verloren. Die ÖHB-Auswahl unterlag dem bisher punktelosen Deutschland 26:29 (14:12), am Samstag hatte Österreich gegen Dänemark mit 27:30 den Kürzeren gezogen. Zum Abschluss der Hauptrunde treffen die Österreicherinnen am Dienstag (12.00 Uhr/MEZ) auf Frankreich.

Teamchef Herbert Müller war mit der Leistung seiner jungen Mannschaft gegen den favorisierten Gegner zufrieden: "Das fühlt sich nicht wie eine Niederlage an, wir haben super mitgehalten. Es wäre sogar ein Sieg möglich gewesen, den wir aber ein bisschen mehr erzwingen hätten müssen." Knackpunkt in einer ausgeglichenen Partie sei die Rote Karte gegen Österreichs Toptorschützin Stephanie Subke (7 Treffer) sieben Minuten vor Schluss beim Stand von 23:24 gewesen.

Danach verwarf Katrin Engel auch noch einen Siebenmeter und die Deutschen gaben das Spiel nicht mehr aus der Hand. Auch einige Schiedsrichterentscheidungen in der Schlussphase seien strittig gewesen, meinte Müller. "Ich mache der Mannschaft überhaupt keinen Vorwurf, sie strahlt Spass aus, wenn wir Dänemark und Deutschland zum Wanken bringen, muss man zufrieden sein", sagte der Teamchef.  Er rechnet sich auch für das Spiel gegen Frankreich am Dienstag etwas aus. "Das wird eine Frage der Kräfte, aber auch gegen sie ist eine Überraschung drinnen." Sein Team sei inzwischen stabil genug, um auch gegen derartige Gegner bestehen zu können.

Der vom ehemaligen österreichischen Männer-Coach Rainer Osmann betreute EM-Vierte Deutschland kam nach der glatten Niederlage gegen Russland zum ersten Sieg in der Hauptrunde und liegt in der Tabelle nun punktegleich vor den Österreicherinnen. (APA/red)

Österreich - Deutschland 26:29 (14:12) Tore für Österreich: Subke 7, Engel 5, Magelinskas, Plach je 4, Scheffknecht, Spiridon je 3

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    Die Österreicherinnen (Simona Spiridon) lieferten Deutschland eine ausgeglichene Auseinandersetzung.

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