Hunderte Verträge im Wert von drei Milliarden Dollar - Sieben Gemeinschaftsunternehmen geplant
Havanna - Kuba und Venezuela haben Kooperationsabkommen im Umfang von knapp drei Milliarden Dollar (2,03 Mrd. Euro) geschlossen. Die eng verbündeten Länder hätten hunderte Verträge in den Bereichen Gesundheit, Fischerei, Erziehung und Sport unterzeichnet, teilte Venezuelas Präsident Hugo Chávez am Samstag in einer Fernsehansprache mit.
Nach einem Treffen mit dem gesundheitlich angeschlagenen kubanischen Revolutionsführer Fidel Castro in Havanna hatte Chávez gesagt: "Fidel geht es besser als uns allen." Zu Fidels Bruder Raúl Castro, dem neuen Staatschef Kubas, habe er gesagt, "Fidel wird uns noch alle zu Grabe tragen" .
Venezuela ist der engste politische Verbündete und Handelspartner Kubas und liefert diesem täglich 98.000 Barrel Rohöl zu vergünstigten Konditionen. Die Karibikinsel zahlt einen Teil der Rechnung mit den Diensten von 40.000 Ärzten und anderen Fachkräften.
Am Sonntag begann in Havanna ein Gipfel der neun Mitgliedstaaten des Regionalbündnisses Alba, mit dem die Zusammenarbeit linker Regierungen gefördert werden soll. (Reuters, AFP, red/DER STANDARD, Printausgabe, 14.12.2009)