Riesch-Doppel im Stangenwald

13. Dezember 2009, 15:29
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Maria und Susanne im Aare-Slalom als Zweite und Dritte auf dem Podest, Französin Aubert souveräne Siegerin - Ein-Frau-Team Zettel Vierte

Aare - Die Französin Sandrine Aubert hat am Sonntag den Weltcup-Slalom der Damen in Aare gewonnen. Die 27-Jährige, die ihren dritten Weltcup-Erfolg feierte, siegte in Schweden vor den deutschen Schwestern Maria und Susanne Riesch. Auf Platz vier landete ex aequo mit Anja Pärson die Niederösterreicherin Kathrin Zettel. Riesch übernahm Platz eins im Gesamtweltcup, die bisherige Leaderin Lindsey Vonn (USA) wurde Achte.

Abgesehen von Zettel kann die Vorstellung der übrigen Österreicherinnen bescheiden genannt werden: Elisabeth Görgl wurde 18., Marlies Schild, Michaela Kirchgasser, Anna Fenninger, Simone Streng und Karin Hackl schieden aus. Eva-Maria Brem verpasste als 37. das Finale.

Aubert, deren Teamkollegin Tessa Worley am Samstag den Riestentorlauf gewann, ist in der Saisonvorbereitung eigene Wege gegangen und hat sich gemeinsam mit Maxime Tissot abseits der anderen Französinnen vorbereitet. "Zwei Siege hintereinander sind für unser Team extrem wichtig. Dieses Wochenende könnte uns Auftrieb für den Rest der Saison geben", freute die aus Les Deux Alpes stammende Gewinnerin.

"Die Piste liebt mich"

Aubert widmete den Sieg dem derzeit nicht vom Glück verfolgten Herren-Team Frankreichs, das zuletzt  Jean-Baptiste Grange verletzungsbedingt verlor. Für Aubert war es bereits der zweite Sieg im WM-Ort 2007, sie war auch beim Weltcup-Finale der vergangenen Saison nicht zu schlagen gewesen: "Ich liebe diese Piste. Und die Piste liebt offenbar auch mich."

Große Freude herrschte auch im Hause Riesch, die Schwestern standen erstmals gemeinsam auf einem Weltcup-Podest. "Mit Maria gemeinsam auf dem Podest zu stehen, das ist ein unbeschreibliches Gefühl", meinte die 22-jährige Susanne. Die um drei Jahre ältere Maria, ihres Zeichens amtierende Slalom-Weltmeisterin, gab zu, nach dem Ausscheiden im Riesentorlauf etwas verunsichert gewesen zu sein. Die überlegene Halbzeitleaderin war im zweiten Durchgang um 1,05 Sek. langsamer als Aubert. "Ich war nicht cool und aggressiv genug, um das runterzufahren. Aber ein Podiumsplatz ist immer schön, und gemeinsam mit der Schwester doppelt." 

Zettel, die mit Kreuzschmerzen ins Rennen ging, schaffte es bei ihrem vierten Saisonstart erstmals nicht aufs Podest, zog aber dennoch zufrieden Bilanz. "Ich bin dankbar über jedes Spitzenergebnis. Ich freue mich riesig über Platz vier."

Görgl war die einzige weitere ÖSV-Läuferin in den Punkterängen. "Platz 18 im Slalom ist für mich nicht schlecht, aber eigentlich wollte ich unbedingt in die Top-15", meinte die Steirerin. Sie wünschte sich "etwas mehr Lockerheit" im Rennen. Schild ist in ihrem dritten Rennen nach ihrem Comeback erstmals ausgeschieden. Die Salzburgerin nahm das aber relativ gelassen zur Kenntnis.

Der Damen-Weltcup geht in Val d'Isere weiter, in Frankreich stehen eine Super-Kombination, eine Abfahrt und ein Super-G auf dem Programm. Der nächste Slalom steigt am 29. Dezember in Lienz. (red/APA)

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    Sandrine Aubert, verliebt in Aare.

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