Dänische Polizei beschlagnahmt Frittieröl

12. Dezember 2009, 19:59
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Aus Angst vor Anschlag - Von französischer Gruppe als Treibstoff verwendet

Kopenhagen - Französischen Umweltaktivisten, die in einem mit Frittier-Öl betriebenen Bus zum Weltklimagipfel nach Kopenhagen gereist sind, fehlt für die Rückfahrt der Sprit. "Aus Angst, wir könnten daraus Bomben bauen", habe die in höchste Alarmbereitschaft versetzte Polizei 17 Kanister mit einem Gemisch aus Pommes-Fett und Diesel beschlagnahmt, sagte der Koordinator der Organisation "Fahr, meine Fritte", Gregory Gendre, am Samstag der Nachrichtenagentur AFP.

Die etwa 20 Aktivisten seien von der Armada an Polizisten "schockiert" gewesen, sagte der dänische Kameramann Robert Hermansen. Er filmte am Freitag, wie drei Kastenwagen der Polizei den Bus stoppten und durchsuchten, auf dessen Dach die Ölkanister befestigt waren.

Ihre für Donnerstag geplante Rückfahrt auf die Insel Oleron an der französischen Westküste müssen die Umweltaktivisten wohl verschieben: Laut Gendre will die Polizei lediglich 20 Liter des Frittier-Öls zurückgeben - und das auch erst zwei Tage nach Ende des Gipfels. "Fahr, meine Fritte" hat deshalb die französische Vertretung in Kopenhagen um Hilfe gebeten. Seine Gruppierung habe "keine Lust, mit Krawallmachern in einen Topf geworfen zu werden", sagte Gendre. (APA)

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