Zehntausende demonstrieren gegen Abbau von Arbeitsplätzen

12. Dezember 2009, 16:18
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Wirtschaftskrise soll nicht zur Zurücknahme sozialer Rechte genutzt werden

Madrid - Zehntausende von Spaniern haben am Samstag in Madrid gegen den Abbau von Arbeitsplätzen protestiert. Die Demonstranten riefen die Arbeitgeber zur Aufnahme eines Dialogs mit den Gewerkschaften auf und warnten davor, die Wirtschaftskrise zur Zurücknahme sozialer Rechte zu nutzen. Zu der Großkundgebung in der spanischen Hauptstadt hatten die großen Gewerkschaftsverbände CCOO  (Arbeiterkommissionen) und UGT (Allgemeine Union der Arbeit) aufgerufen.

Die Teilnehmerzahl war zunächst nicht bekannt. Die Veranstalter sprachen von der größten Kundgebung dieser Art in Spanien seit Jahren. In der politischen Linken in Spanien war zuletzt auch die Forderung nach einem Generalstreik laut geworden. Die Gewerkschaften lehnten es jedoch ab, auf der Kundgebung mit einem Generalstreik zu drohen.

Sie hatten 650 Busse und mehr als 20 Sonderzüge gechartert, um ihre Mitglieder und Anhänger aus ganz Spanien nach Madrid zu bringen. In Spanien ist die Arbeitslosenrate mit 18 Prozent fast doppelt so hoch wie der Durchschnittswert in der Europäischen Union. (APA)

  • Demonstranten am Fuente de Cibeles im Stadtzentrum von Madrid.
    foto: epa/kote rodrgo

    Demonstranten am Fuente de Cibeles im Stadtzentrum von Madrid.

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