Milliardenschweres Waffengeschäft mit USA

12. Dezember 2009, 14:48
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Teilfinanzierung mit amerikanischen Krediten - Treffen von Staatspräsident Bouteflika mit Obama anvisiert

Algier - Algerien will von den USA Waffen im Wert von rund zwei Milliarden Dollar kaufen. Eine entsprechende Absichtserklärung sei jüngst von hohen Offizieren in einem Golfstaat unterzeichnet worden, berichtete die algerische Tageszeitung "El Khabar" am Samstag unter Berufung auf Militärkreise. Das Waffengeschäft mit einem Umfang von umgerechnet 1,4 Milliarden Euro solle teilweise durch amerikanische Kredite finanziert werden. US-Unternehmen dürften sich im Gegenzug in der algerischen Ölwirtschaft engagieren.

Im Zusammenhang mit dem Rüstungsgeschäft soll auch ein möglicher Besuch des algerischen Staatspräsidenten Abdelaziz Bouteflika in Washington stehen. Einen genauen Termin gebe es aber noch nicht, schreibt das Blatt. Zunächst müssten einige Streitpunkte zwischen den beiden Ländern geklärt werden, hieß es. Die USA verlangen von Algerien unter anderem, die Beziehungen zu Israel zu normalisieren. Die Annäherung zwischen Algier und Washington verläuft parallel zu einer Verschlechterung des Verhältnisses zwischen dem nordafrikanischen Land und der früheren französischen Kolonialmacht. (APA)

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