Walchhofer kam einer aus

12. Dezember 2009, 14:42
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Österreicher gewinnt überraschend von vielen Ausfällen gekennzeichneten Super G in Val d'Isère - Auch Janka wieder out

Val d'Isere - Der Salzburger Michael Walchhofer sorgte am Samstag für den nächsten ÖSV-Erfolg in Val d'Isere. Nach dem Dreifachtriumph in der Super-Kombination am Freitag gewann Walchhofer überraschend den Super-G und feierte den 15. Weltcup-Sieg seiner Karriere. Bei schlechter Sicht und schwierigen Bedingungen verwies der 34-Jährige den US-Amerikaner Ted Ligety (+0,28 Sek.) und den Italiener Werner Heel (0,75) auf die Plätze zwei und drei. Mit Benjamin Raich als Fünfter und Mario Scheiber als Sechster fuhren zwei weitere Österreicher ins Spitzenfeld.

Der Schweizer Gesamt-Weltcup-Führende Carlo Janka (noch noch 34 Punkte vor Raich) schied ebenso aus, wie viele andere Läufer auf dem schwierigen und eng gesetzten Kurs. Die Rennen in Val d'Isere werden am Sonntag mit einem Riesentorlauf beendet.

"Das ist eine Riesenüberraschung. Ich hatte einen Riesenfehler, als ich im Ziel gesehen habe, dass ich Erster bin, habe ich mich erst überhaupt nicht ausgekannt", sagte Walchhofer. Ihm war vor dem Start klar, dass sein Job auf der technisch anspruchsvollen "Face Bellevarde" ein schwieriger sein würde. Wie der fast im Schnee liegende Ligety hatte dann auch Walchhofer eine Schrecksekunde zu überstehen, trotzdem reichte es zu seinem zweiten Erfolg im Super G.

Raich war nach solider Fahrt zufrieden ohne Blessur das Ziel erreciht zu haben: "Die Sicht nicht gut, die Piste wellig, und dass das ein steiler Hang ist, wissen wir ja. So wie gestern, wenn die Sonne scheint, ist das ja ganz lässig, aber heute hat es nicht so viel Spaß gemacht."  Vom Auftritt des Kollegen Walchhofer war er alles andere als verblüfft: "Der Michi fährt auch im steilen Gelände extrem stark, das habe ich mehrmals gesehen, auch als wir in Sölden trainiert haben."

Sehr guter Sechster wurde Mario Scheiber, der sich nach der Verletzungspause mit diesem Ergebnis Selbstvertrauen holte ("Ein Schritt in die richtige Richtung"). Er brauche derzeit noch bessere Sicht für gute Rennen. Knapp 50 Prozent der Läufer sahen am Samstag das Ziel nicht, darunter auch die Österreicher Florian Scheiber, Hannes Reichelt und Georg Streitberger. Christoph Gruber landete ex aequo mit Baumann auf Platz 18, Klaus Kröll wurde 22. (APA/red)

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    Michael Walchhofer fand auf dem "Face Bellevarde" die ideale Mischung aus Technik und Mut.

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