Fünf Goldene für Niederlande

11. Dezember 2009, 20:24
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Niederlande trumpften am zweiten EM-Tag auf - Russen nach drei Titelgewinnen auf der Lauer - Dänen schlugen zweimal zu

Istanbul - Die Niederlande sind am Freitag der große Sieger der Schwimm-Entscheidungen bei den Istanbuler Kurzbahn-Europameisterschaften gewesen. In zehn Endläufen holte die "Oranje"-Truppe gleich fünfmal Gold, wobei über 50 m Delfin das "Kunststück" eines ex-aequo-Erfolges gelang. Dadurch liegen die Niederländer zur EM-Halbzeit in der Medaillenwertung mit einem Titel Vorsprung auf "Titelverteidiger" Russland an der Spitze.

Inge Dekker und Hinkelien Schreuder teilten sich im Delfinsprint in 25,00 Sekunden den Sieg, Dekker schlug in 51,35 auch über 100 m Kraul zu. Da gab es durch Rang zwei der 9/100 zurückgelegenen Ranomi Kromowidjojo ebenso einen niederländischen Doppelerfolg. Die Lagenstaffel entschieden die genannten Damen gemeinsam mit Saskia de Jonge in Weltrekordzeit für sich, diese steht nun auf 1:33,25 Minuten. Dekker holte damit drei Titel.

Auch die niederländischen Herren steuerten einen Titel bei, und zwar überraschend und klar. Robin van Aggele hatte den Ungarn Daniel Gyurta über 100 m Brust in Vorlauf und Semifinale zu Europarekorden ziehen lassen, ehe er den im Endlauf selbst um gleich 0,5 Sekunden auf 56,29 verbesserte. Gyurta holte Silber. Sein Landsmann Laszlo Cseh war über 400 m Lagen erfolgreicher, wurde mit Weltrekord von 3:57,27 zum Nachfolger von Dinko Jukic.

Russland hielt u.a. durch Stanislaw Donez Kontakt zu den Niederländern. Dem Titelträger über 200 m Rücken gelang es an den ersten beiden EM-Tagen über das Staffel-Finale über Vorlauf, Semifinale und Finale vier Europarekorde im Rückensprint aufzustellen. Den Endlauf entschied er in 22,76 Sekunden für sich. Thomas Rupprath wurde in hervorragenden 22,85 Zweiter, der Deutsche hat bei allen bisherigen 13 Kurzbahn-EM-Titelkämpfen angeschrieben.

Über 100 m Delfin gewann der Russe Jewgenij Korotischkin in 48,93 Sekunden, Peter Mankoc stimmte sich mit 49,65 und Rang zwei auf die 100 m Lagen ein. Da will der Slowene am Sonntag seinen zehnten Kurzbahn-EM-Titel auf dieser Distanz en suite holen. Das dritte russische Gold des Tages sicherte sich Xenia Moskwina über 100 m Rücken, ihren Europarekord drückte sie dabei in 56,36 um 3/10.

Schließlich hievte sich Dänemark mit zwei Titelgewinnen auf Rang vier des Medaillenspiegels. Rikke Moeller Pedersen verbesserte ihren nicht einmal vier Wochen alten Europarekord über 200 m Brust um 1,64 Sekunden auf 2:16,66, Rang zwei ging in 2:17,52 an die serbische Langbahn-Weltmeisterin Nadja Higl. Und Lotte Friis entschied in Abwesenheit der italienischen Weltrekordlerin Alessia Filippi in 8:08,02 Minuten die 800 m Kraul für sich. (APA)

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